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Kyoto-Abkommen gescheitert
02.12.2003









Das Klimaschutzabkommen von Kyoto, das eine Begrenzung des Ausstoßes von Gasen, die zum Treibhauseffekt beitragen vorsieht, kann einem Reuters-Bericht vom Dienstag zufolge als gescheitert betrachtet werden.

Andrei Illarionov, Berater in Wirtschaftsfragen des russischen Präsidenten Vladimir Putin hatte gegenüber Reportern gesagt: "In seiner jetzigen Form bedeutet das Kyoto-Protokoll bedeutende Einschränkungen für das Wirtschaftswachstum Rußlands. Natürlich kann das Protokoll in der derzeitigen Form nicht ratifiziert werden."

Nachdem die USA und weitere Länder schon zuvor eine Ratifizierung abgelehnt hatten, stellte Rußland die letzte Hoffnung dar, die für das Inkrafttreten des Vertrages notwendige Ratifizierung in mindestens 55 Ländern, die für mindestens 55 Prozent der weltweiten Emissionen verantwortlich sind, zu erreichen.

Diese Vorgabe ist durch den nun angekündigten Rückzug Rußlands nicht mehr zu erreichen.

In der Vergangenheit hatte die russische Regierung mehrfach signalisiert, das Abkommen ratifizieren zu wollen. Die jetzige Kehrtwende kann als Sieg für die USA bezeichnet werden, die sich schon seit langem, ebenfalls mit dem Argument der Beschränkung der Wirtschaft, gegen das Abkommen ausgesprochen hatten.

Es ist davon auszugehen, daß nun eine große Zahl von Ländern, die den Vertrag bereits ratifiziert haben und sich daran gebunden fühlten oder aus anderen Gründen auf eine Einhaltung der Forderungen hinarbeiteten nun diesen Weg verlassen. Dies würde zu einem starken Anstieg des Ausstoßes der die Erderwärmung fördernden Gase führen.





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