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"Schmutzige Bomben" oder "schmutzige Politik"?
09.12.2003









Wie AP am Dienstag berichtete, sind auf dem Gebiet der Republik Moldawien eine ganze Reihe von Raketen verschwunden, die mit "schmutzigen Bomben" bestückt waren.

In der Region Trans-Dniester, die sich selbst nicht als Teil von Moldawien betrachtet, international aber nicht als unabhängig anerkannt ist, sind nach Aussage von Oazu Nantoi, einem politischen Analysten, der an dem unabhängigen Institut für politische Studien (IPP) in Chisinau arbeitet, 38 Sprengköpfe mit "schmutzigen Bomben", 24 von ihnen einsatzbereit, verschwunden.

Nantoi berichtete, daß er Photokopien von russischen Dokumenten gesehen hat, die belegen, daß die Sprengköpfe aus einem Depot in der Nähe des militärischen Flughafens Tiraspol verschwunden sind. Er habe die Kopien von einem verärgerten Mitglied des russischen Militärs erhalten, der sagte, er habe keine Entschädigung dafür erhalten, daß er Radioaktivität ausgesetzt worden war, so Nantoi.

Erste Berichte, daß die von der damaligen Sowjetunion ursprünglich für Wetterexperimente genutzten Alazan-Raketen ungerüstet worden waren, um radioaktives Material zu transportieren, erreichten ihn 1998, sagte er.

Seit dem sind die Waffen aus dem Lagerbereich verschwunden und er "konnte nicht feststellen, was mit ihnen passiert ist", so Nantoi gegenüber AP.

Ein Beamter des Verteidigungsministeriums von Trans-Dniester in Tiraspol bezeichnete Nantois Behauptungen allerdings als "Propaganda aus Chisinau."

Tatsächlich ist Nantoi auch Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei von Moldawien, so daß eine politische Motivation nicht ausgeschlossen werden kann.

Trans-Dniester wird schon seit längerem von Moldawien beschuldigt, ein Gebiet der Gesetzlosigkeit zu sein. Dies wird von Politikern des Gebiets aber immer wieder bestritten.

Der Gedanke, daß das abtrünnige Gebiet aus Moldawien derart beschuldigt wird, da Trans-Dniester zu stark ist, um es zu einem Wiederanschluß zu zwingen, ist nicht von der Hand zu weisen.

Ein Großteil dieser Beschuldigungen beruht dabei auf Berichten Nantois, der anderen Berichten zufolge eine sehr nationalistische Einstellung besitzt.

Nantoi ist Programmdirektor des IPP, das von der Stiftung des amerikanischen Milliardärs George Soros finanziert wird. Trans-Dniester andererseits hat eine Staatsform, die dem Kommunismus zumindest sehr stark angelehnt ist und fühlt sich eng mit Rußland verbunden.

Soros wiederum wird mit dem Umsturz in Georgien in Verbindung gebracht, der zu einem Kurswechsel des Landes hin zu den USA sorgt.





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