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Wirkungslose Medikamente
08.12.2003









Die hohen Kosten für Medikamente, die von den Krankenkassen bezahlt werden, sind ein Grund für die Finanzierungsprobleme der gesetzlichen Krankenkassen. Im Jahr 2002 erzielte die Pharmaindustrie in Deutschland einen Umsatz von 23,2 Milliarden Euro.

Wie der britische Independent am Montag berichtete, hat ein leitender Angestellter eines großen Arzneimittelherstellers nun öffentlich zugegeben, daß die überwiegende Zahl der von seinem Unternehmen vertriebenen Produkte bei der überwiegenden Zahl der Patienten wirkungslos ist.

Dr. Allen Roses, weltweiter Vizepräsident für Genetik des Unternehmens GlaxoSmithKline (GSK) sagte bei einem wissenschaftlichen treffen in London, daß weniger als die Hälfte aller Patienten, denen einige der teuersten Medikamente verschrieben werden, hierdurch tatsächlich eine Verbesserung erzielten.

So zeigten Medikamente zur Behandlung von Alzheimer nur bei 30 Prozent der Patienten eine Wirkung und Mittel gegen Krebs nur bei 25 Prozent. Arzneien gegen Hepatitis C wirkten bei 47 Prozent, gegen akute Migräne bei 52 Prozent und gegen rheumatische Arthritis bei 50 Prozent der Behandelten, so Roses.

"Die überwiegende Mehrheit der Medikamente - über 90 Prozent - wirken nur bei 30 bis 50 Prozent der Menschen", sagte er.

Diese Äußerungen sollten zwar sicherlich keine "neue Ehrlichkeit" des unternehmens markieren, sondern nur für die Entwicklung neuer, besser auf genetische Besonderheiten abgestimmte Medikamente werben, wirft aber doch die Frage auf, wieviel Geld hier jährlich verschwendet wird und wieviele Menschen weiterleiden, weil sie mit einem wirkungslosen Medikamnt "behandelt" werden.





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