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US-Schule installiert Gesichtserkennung
12.12.2003









Eine Schule im US-Bundesstaat Arizona hat einem AP-Bericht vom Freitag zufolge zwei Kameras installiert, an die ein System zur Gesichtserkennung angeschlossen ist und die mit mehreren Datenbanken sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene verbunden sind, installiert.

Die beiden an der Royal Palm Middle School in Phoenix installierten Kameras sollen bereits nächste Woche ihre Arbeit aufnehmen. Die angebundenen Datenbanken enthalten Daten von Sittlichkeitsverbrechern, vermißten Kindern und mutmaßlichen Entführern.

Sollte das System eine Übereinstimmung erkennen - was angesichts der relativ hohen Fehlerquote solcher Systeme auch ohne eine tatsächliche Übereinstimmung recht wahrscheinlich ist - so wird ein Polizist zur Überprüfung zu der Schule geschickt werden, so der Sheriff von Maricopa County, Joe Arpaio.

"Wenn es nur ein Mal funktioniert, ein vermißtes Kind findet oder ein Kind vor einem sexuellen Übergriff schützt, dann ist es meiner Meinung sie Sache wert", so Arpaio, der schon in der Vergangenheit für sein hartes Vorgehen gehen Gefangene kritisiert worden ist.

Bürgerrechtsorganisationen zeigten sich beunruhigt über die Installation der Kameras. "Es gibt große Bedenken hinsichtlich der Privatsphäre. Ich bin außerdem von der Tatsache beunruhigt, daß die Technologie noch nicht erprobt ist", sagte Eleanor Eisenberg, Geschäftsführerin der Arizona Civil Liberties Union.

Der Leiter der Schulbehörde von Arizona, Tom Horne, sagte am Donnerstag allerdings, daß er das Projekt unterstützt und versuchen wolle, Mittel für die Installation dieses Systems in allen Schulen des Bundesstaates zu bekommen.

Die Kameras an der Royal Palm Middle School, die einen Preis von 3.000 bis 5.000 US-Dollar haben, sind von dem in Phoenix ansässigen Unternehmen Hummingbird gestiftet worden. Hornes Aussage zeigt, daß sich diese Investition höchstwahrscheinlich bezahlt machen wird.





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