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Die Angst vorm bösen Touristen
30.12.2003









Die Angst vor Terroranschlägen nimmt in den USA immer eigenartigere Züge an. Wie AP am Dienstag berichtete, hat das FBI bereits am vergangenen Mittwoch vor Personen gewarnt, die einen Almanach mit sich führen, da die darin enthaltenen Daten für die Vorbereitung von Terroranschlägen genutzt werden könnten.

In der am Weihnachtsabend an 18.000 Polizeiorganisationen in den USA versandten Warnung sagte das FBI, daß Terroristen Almanache benutzen könnten, um "bei der Auswahl von Zielen und vorbereitenden Planungen behilflich zu sein."

Polizeibeamte wurden aufgefordert, bei Durchsuchungen, Verkehrskontrollen und anderen Untersuchungen auf Personen zu achten, die Almanache mit sich führten und sich dabei "verdächtig" benahmen.

Zwar enthalten Almanache grundlegende Informationen wie beispielsweise die höchsten Gebäude, die längsten Brücken und die längsten Tunnel der Welt, diese Informationen sind aber allgemein zugänglich und der Besitz eines solchen Buchs dürfte wesentlich eher auf einen Touristen als auf einen Terroristen hindeuten. Das FBI andererseits ist offenbar der Ansicht, daß allein das Interesse für derartige Information verdächtig ist. Zusammen mit "verdächtigem Verhalten" - allein die Vorstellung, was ein texanischer Sheriff hierunter verstehen könnte, mag einige Reisende zu einer Umbuchung veranlassen - scheint dies ein deutliches Anzeichen zu sein, anhand dessen Terroristen identifiziert werden können.

Da AP eine Kopie des Schreibens erhalten hat und die Authentizität überprüft hat, kann Touristen, die ihren USA-Besuch nicht ohnehin schon umgebucht haben, nur geraten werden, auf die Benutzung derartiger Bücher zu verzichten, wenn sie nicht vom Touristen zum Terroristen werden wollen, was wiederum zu einer unfreiwilligen Verlängerung des Urlaubs auf Kuba führen könnte.





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