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"Was hast Du denn heute gegessen?"
10.07.2003









Diese Frage brauchen Eltern ihren Kindern nicht mehr stellen, wenn diese die Venerable Bede-Schule in Sunderland in Großbritannien besuchen, dort können die Eltern mit Hilfe eines Iris-Scanner-gestützten Systems der Schule sicherstellen, daß die Kinder nur "genehmigte" Dinge zu sich nehmen, berichtete am Donnerstag der britische Telegraph.

Die Kinder an der weiterführenden Schule bezahlen ihr Essen nicht mehr direkt, sondern zu Beginn einer Woche wird auf ein Guthabenkonto eingezahlt. In der Kantine der Schule wird dann ein Augenscan des Kindes aufgenommen um es mit Hilfe einer Datenbank eindeutig zu identifizieren und das Geld dann von dem Guthabenkonto abgezogen.

Das System bietet auch die Möglichkeit, einzelne Lebensmittel für ein bestimmtes Kind zu sperren und die Eßgewohnheiten der Kinder zu analysieren, um Eßstörungen auf die Spur zu kommen.

Das System mit einem Preis von fast 90.000 Euro wurde installiert, um die Wartezeiten an der Kasse zu verkürzen, so der Rektor der Schule, Ed Yeates. Außerdem würde es so nicht mehr auffallen, wenn Kinder aufgrund sozialer Verhältnisse das Essen nicht zu bezahlen brauchen, sagte er.

Derzeit besuchen 182 Kinder die Schule, es wird erwartet, daß sich diese Zahl im September diesen Jahres verdoppelt. Selbst von dieser Zahl ausgehend hätte das System immer noch 250 Euro pro Schüler gekostet, eine Summe, bei der sich die Frage stellt, ob das Geld nicht in eine bessere Ausbildung der Kinder hätte investiert werden können, statt nur die Wartezeit in der Kantine zu verkürzen.

Eine Erweiterung sieht die Möglichkeit vor, auch die Ausleihe in der Bücherei der Schule mit dem System zu verbinden.

Denkbar wären natürlich auch noch weitergehende Ausbaustufen, die den Nutzen des Systems noch wesentlich vergrößern würden.

Ein Irisscanner am Eingang der Schule könnte in Verbindung mit dem System zu einer automatischen Bestrafung für Verspätungen genutzt werden.

"Tut mir leid Linda, ich kann Dir keinen Nachtisch geben, Du bist heute über 5 Minuten zu spät gekommen!"

Ein Irisscanner an den Toiletten würde nicht nur helfen, Magenerkrankungen auf die Spur zu kommen, sondern könnte auch Täuschungsversuche bei Klassenarbeiten aufdecken helfen, wenn das System noch zusätzlich mit den entsprechenden Zeitpunkten versorgt werden würde.

"Brian, Du warst bei der Klassenarbeit letzte Woche 3 Mal auf Toilette und bei der gestern 2 Mal. Du hattest Dir aber nur einen Joghurt und einen kleinen Kakao gekauft. Damit ist praktisch bewiesen, daß Du aus einem anderen Grund auf Toilette warst. Hier ist Deine 6."

Praktisch wäre sicherlich auch, aus den Eßgewohnheiten Daten abzuleiten, die ein individuelleres Training im Sportunterricht ermöglichen würden.

"James, ich sehe, Du hast Dir heute noch einen zweiten Pudding geholt. Du wirst also noch drei Runden extra laufen müssen."




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