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CIA wurde unter Druck gesetzt
17.07.2003









Der CIA-Direktor George Tenet hat in einer Befragung durch den Kongreß gesagt, daß das Weiße Haus darauf bestand, daß der Hinweis auf die irakischen Ambitionen, Uran in Afrika zu kaufen in der Rede zur Lage der Nation des US-Präsidenten Bush blieb, berichtete AP.

Senator Dick Durbin, der an der 4 Stunden dauernden Anhörung hinter verschlossenen Türen teilgenommen hatte, sagte am Mittwoch, Tenet habe gesagt, ein Beamter des Weißen Hauses habe dahingehend Druck auf die CIA ausgeübt. Tenet habe auch den Namen des Beamten genannt, aufgrund der Vertraulichkeit der Untersuchung könne er ihn aber nicht nennen.

"Er [Tenet] sagte uns eindeutig, wer die Person war, die auf der Verwendung dieser Worte bestand, von denen die CIA wußte, daß sie unglaubwürdig waren, diese Worte über Uranlieferungen aus Afrika", sagte Durbin in der ABC-Sendung "Good Morning America".

"Und es gab diese Verhandlungen zwischen dem Weißen Haus und der CIA, wie weit man gehen und nahe an der Wahrheit bleiben konnte und unglücklicherweise wurden diese 16 Worte einbezogen in diese wichtigste Rede des Präsidenten überhaupt", fuhr er fort.

Hinsichtlich der Identität der Person, die Druck auf die CIA ausgeübt hat, nennt ein Artikel des britischen Guardian drei Namen: den des US-Vizepräsidenten Dick Cheney, den seines Stabschefs Lewis Libby und den von Newt Gingrich, dem früheren Parteivorsitzenden der Republikaner und jetzigem "Berater" des Pentagons.

Gingrich besuchte das CIA vor dem Krieg Berichten zufolge mindestens drei Mal und versuchte dort, die Analysten zu härteren Aussagen in ihren Berichten über Saddam Hussein zu bringen.

Sein Einfluß auf das CIA rührte daher, daß er dort als persönlicher Abgesandter des Pentagons und insbesondere des Office of Special Plans (OSP) angesehen wurde.

Dem Guardian-Bericht zufolge pflegte das OSP nicht nur enge Kontakte zu Exilirakern, um Argumente für einen Angriff auf den Irak zu bekommen, sondern auch zu Israel.

Der Israelkontakt war mit dem Büro des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon aufgebaut worden, um auf diesem Weg eindringlichere Berichte zu erhalten, als sie der israelische Geheimdienst Mossad zugelassen hätte.

1996 hatten Richard Perle und der jetzige Staatssekretär der Verteidigung und OSP-Mitglied Douglas Feith als Berater für den damaligen Führer der israelischen Likud-Partei, Benyamin Netanyahu, gearbeitet. In einem Strategiepapier mit dem Titel "Ein sauberer Bruch: Eine Neue Strategie, um das Reich zu schützen" schrieben sie, daß Saddam Hussein zerstört werden müsse und Syrien, der Libanon, Saudi-Arabien und der Iran umgestürzt oder destabilisiert werden müssen, damit Israel wirklich sicher ist.

Der israelische Einfluß wurde am deutlichsten sichtbar, als nicht namentlich genannte US-Beamte der Presse sagten, der Grund, warum im Irak keine Massenvernichtungswaffen zu finden seien, könnte sein, weil diese nach Syrien gebracht worden sind.

Geheimdienstquellen sagen, daß diese Geschichte direkt aus dem Büro des israelischen Premierministers kam.




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