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EU will in den Irak
22.07.2003









Am Dienstag berichtete Reuters, daß die Front der Kriegsgegner nicht nur bröckelt, sie ist praktisch nicht mehr vorhanden.

Angesichts der steigenden Verluste der USA im Irak sprechen sich immer mehr europäische Länder für eine Resolution des Sicherheitsrats aus, die die Entsendung von Truppen im Rahmen eines UN-Mandats legitimieren soll.

Auch der französische Außenminister Dominique de Villepin sprach sich nun auf einem Treffen der europäischen Außenminister für eine neue Resolution aus, die den Vereinten Nationen die Verantwortung im Irak übertragen soll.

Ohne Großbritannien und die USA direkt zu kritisieren, sagte er, daß nur eine UN-Friedenstruppe die Sicherheit im Irak auf eine rechtmäßige und effektive Art garantieren könne.

Der italienische Außenminister Franco Frattini, der Vorsitzende des Treffens, sagte, mehrere andere Außenminister wären der Ansicht, daß für eine stärkere europäische Beteiligung im Irak möglicherweise eine neue UN-Resolution nötig wäre.

Großbritannien ist weiterhin der Ansicht, daß für die Stabilisierung und den Wiederaufbau - sprich die Besatzung - des Iraks keine neue Resolution notwendig ist.

Und auch der deutsche Außenminister Joseph "Joschka" Fischer machte bei seinem Besuch letzte Woche in Washington klar, daß man auch hier seine Meinung geändert hat. Er bot eine "Allianz für den Frieden" an und meinte, daß das Europa der Zukunft "nur zusammen mit den Vereinigten Staaten, nicht als sein Rivale stark sein kann."

Zwar haben sich unter anderem auch Frankreich und Deutschland letzte Woche geweigert, Soldaten in den Irak zu entsenden, bei der derzeitigen Geschwindigkeit der Annäherung an die amerikanischen Positionen könnte aber auch diese Entscheidung schnell fallen.




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