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USA wegen Strafverfolgung im Irak gewarnt
12.07.2003









Hochrangige britische Polizeiberater haben davor gewarnt, daß die Strafverfolgung im Irak auseinanderfallen könnte, wenn die US-Streitkräfte nicht aufhören "in Ärsche zu treten", berichtete die Financial Times am Donnerstag.

Britische Beamte haben sich über die Ausdrucksweise und die Strategien des amerikanischen Sicherheitsleiters, Bernard Kerik empört gezeigt. Kerik, früherer Polizeipräsident von New York, wird häufig als wegen seines unerbittlichen Stils als der "Terminator von Baghdad" bezeichnet.

"Die Amerikaner müssen begreifen, daß zivile Polizeiarbeit nichts mit "Arschtritten" zu tun hat, sondern mit Demokratie. Es wird Probleme geben, wenn wir weiter unterschiedliche Philosophien und unterschiedliche Ansätze bei der Strafverfolgung einsetzen", sagte ein britischer Beamter.

Der britische Premierminister wies darauf hin, daß die USA seiner Ansicht nach einer größeren Herausforderung gegenüberstünden, da Großbritannien nur für das hauptsächlich shiitische südliche Gebiet verantwortlich sei.

Die Statistiken scheinen ihm zwar Recht zu geben - während die US-Soldaten täglich mehrfach angegriffen werden, ist es Berichten zufolge im britischen Besatzungsgebiet relativ ruhig - hierfür könnte es aber auch andere Gründe geben.

Als erstes kommt hier natürlich in Betracht, daß gerade das harte Auftreten der US-Soldaten die Angriffe provoziert. Fallujah, der Ort, der immer wieder als besonders widerstandsträchtig bezeichnet wird, ist auch der Ort, wo US-Soldaten bei zwei Vorfällen über 20 Demonstranten erschossen haben.

Außerdem dürften die USA auch von den Irakern als Urheber des Krieges angesehen werden und so auch zum Hauptziel des Widerstandes geworden sein.

Auch die bisherige Vergabepraxis von Verträgen zum Wiederaufbau oder zum "Betrieb" der irakischen Ölvorkommen an ausschließlich amerikanische Unternehmen, die darüber hinaus der US-Regierung nahestehen, dürfte den Irakern bekannt sein.

Hinzu kommt dann noch, was immer mehr Iraker als "gebrochene Versprechen" betrachten: die Zusagen vor Beginn des Krieges, daß das Land befreit und als Demokratie neu erblühen würde. Tatsächlich ist die Versorgung mit Wsser und Strom immer noch mehr als mangelhaft und eine Demokratie scheint in weiter Ferne zu sein.




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