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Das Spiel mit dem Feuer
16.07.2003









Wie U.S.News in der Ausgabe vom 21. Juli 2003 berichtet, gibt es neue Planungen der USA hinsichtlich Nordkoreas.

Der Zeitschrift seien Informationen über den "Plan 5030", der "hoher Geheimhaltung" unterliege, zugespielt worden, die Besagen, daß die USA dem Plan zufolge versuchen wollen, Nordkorea durch ausgedehnte Manöver in Südkorea, den Einsatz von Spionageflugzeugen und ähnlichem zu "reizen".

Hierdurch soll das Land gezwungen werden, seine Truppen ständig in erhöhter Bereitschaft zu halten und so zusätzliche Kosten verursachen. Hierdurch soll das Militär dann derart destabilisiert werden, daß es sich gegen die Führung des Landes und Kim Jong Il wendet.

Derart geheim, wie die Zeitschrift es darstellt, ist der Plan sicherlich nicht, sonst würde der Artikel nicht existieren. Es ist davon auszugehen, daß es sich um eine bewußte Veröffentlichung des Pentagons handelt, möglicherweise auch, um die wirklichen Planungen zu verschleiern.

Auf der anderen Seite klingt der Plan plausibel.

Nordkorea ist finanziell stark geschwächt und hätte vermutlich tatsächlich Probleme, eine länger andauernde Alarmbereitschaft größerer Truppenteile zu finanzieren. Erst im März diesen Jahres zeigte sich Nordkorea durch amerikanische Manöver in dem Gebiet verärgert.

Und die Befürchtungen Südkoreas, Japans und Chinas, daß derartiger Druck zum Ausbruch eines Krieges führen könnte, sind möglicherweise nur Ausdruck der wahren Ziele der Planungen. Schließlich würde in dem Fall Nordkorea den "ersten Schuß" abgeben, so daß die USA sich "nur verteidigen" würden.

Auch der frühere US-Verteidigungsminister William Perry befürchtet, daß es zu einem Krieg mit Nordkorea kommt, möglicherweise sogar noch in diesem Jahr.

Noch vor einem halben Jahr hatte Perry öffentlich gesagt, daß er das Korea-Problem für kontrollierbar halte. Mittlerweile hat er Zweifel.

"Es wäre vor sechs Monaten kontrollierbar gewesen, wenn wir die richtigen Dinge getan hätten", sagte er. "Aber wir haben die richtigen Dinge nicht getan."

"Ich habe mich mit öffentlicher Kritik bisher zurückgehalten, weil ich hoffte, daß die Regierung an dem Problem arbeitet und weil glaubte, daß öffentliche Kritik kontraproduktiv sein könnte. Aber die Zeit läuft uns weg und jeden Monat wird das Problem gefährlicher", fügte er hinzu.

Er hält den US-Präsidenten George Bush selbst für das größte Problem bei den Verhandlungen mit Nordkorea. "Ich glaube, er ist zu dem Schluß gekommen, daß Kim Jong Il böse und abscheulich ist und daß es unmoralisch ist, mit ihm zu verhandeln."

Einer Reuters-Meldung vom Mittwoch zufolge hat Nordkorea gegenüber den USA mitgeteilt, daß die Aufarbeitung der Kernbrennstäbe abgeschlossen sei. Analysten sagen, daß die in Nordkorea vorhandenen Brennstäbe bei einer effektiven Aufarbeitung genügend waffenfähiges Plutonium für ein halbes Dutzend Atomwaffen liefern würden.




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