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Bewohner Liberias flehen um Hilfe
25.07.2003









Am Freitag sind in Monrovia, der Hauptstadt Liberias, bei einem erneuten Mörserangriff mindestens 12 Zivilisten, darunter mehrere Kinder, getötet worden.

Zwei Granaten trafen eine Schule, in der hunderte Flüchtlinge untergebracht sind, eine weitere schlug nur wenige Meter von einem Krankenhaus ein.

Bereits am Montag waren über 100 Menschen bei einem Angriff mit Mörsern getötet worden, als die Rebellen zum dritten Mal seit Juni diesen Jahres in die Stadt vorstießen.

Der liberianische Präsident Charles Taylor hat als Bedingung für seinen Rücktritt und den Gang ins Exil die Entsendung ausländischer Truppen nach Liberia gesetzt, der US-Präsident George Bush ist aber bisher nicht bereit gewesen, einer Entsendung amerikanischer Soldaten in das afrikanische Land zuzustimmen.

Die Bewohner des Landes sind der Ansicht, daß die USA eine moralische Verpflichtung haben, dem Land zu helfen, da es von der "American Colonization Society" gegründet worden war, um "freie" amerikanische Sklaven dort anzusiedeln.

Auch die westafrikanischen Länder haben bisher keine Truppen in das Land entsandt, verhandeln aber hierüber und der Sonderabgesandte der Vereinten Nationen für Liberia, Paul Klein, erwartet das erste Bataillon von 770 nigerianischen Soldaten in 7 bis 10 Tagen.

Die UN-Behörde für Flüchtlinge drängte am Freitag die internationale Gemeinschaft, Friedenstruppen in das Land zu schicken.

"Hunderttausende von Menschen sind in Liberia in ernster Gefahr und wir müssen jetzt etwas tun", sagte der Sprecher Ron Redmond in Genf. "Es hätte schon eher sein sollen."

In Monrovia werden die Rufe um Hilfe immer lauter.

"Hunger tötet die Menschen, Kugeln töten die Menschen. Wir brauchen eine sofortige Intervention. Soldaten müssen kommen, um uns zu retten. Liberianer haben auch ein Recht zu leben", sagte Benedict Gray aus der getroffenen Schule.




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