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Das US-Militär und die Medien
30.07.2003









Während des Irakkrieges wurde eine ganze Reihe von Journalisten durch Unfälle oder fälschliche Bombardierungen getötet. Das Büro des Senders Al-Jazeera in Baghdad wurde von Bomben getroffen, genau wie das Al-Jazeera-Büro in Afghanistan während des Afghanistan-Krieges.

In einem anderen Fall wurde das Palestine-Hotel, in dem die meisten Journalisten untergebracht waren, von einem Panzer beschossen. Auch hier starben Journalisten.

Das US-Militär bezeichnete all diese Fälle als Mißverständnisse, Unfälle oder anderweitig bedauerliche Vorfälle.

Mittlerweile werden Journalisten im Irak von US-Soldaten zwar nicht mehr getötet, dafür tritt die Feindschaft wesentlich offener zu Tage.

Am Sonntag sind in Mosul zwei Reporter des Senders Al-Jazeera verhaftet worden, weil sie einen Angriff auf amerikanische Soldaten filmten, berichtete Reuters.

Ein japanischer Reporter wurde einem anderen Bericht zufolge ebenfalls zum Ziel von US-Soldaten, weil er seine Kamera auf das falsche Ziel gerichtet hatte.

Kazutaka Sato hatte bei dem amerikanischen Angriff auf das Haus im Baghdader Stadtteil Mansur gefilmt, wie die Körper von durch US-Soldaten erschossenen irakischen Zivilisten aus einem Auto geholt wurden.

Daraufhin wurde er gefesselt, zu Boden geworfen und von US-Soldaten mehrfach getreten. Seine Kamera wurde konfisziert und er wurde über eine Stunde festgehalten. Erst als Angehörige westlicher Medien kamen wurde er freigelassen und seine Kamera zurückgegeben.

Da bisher keine derartigen Bilder aufgetaucht sind, ist allerdings davon auszugehen, daß diese in der Zwischenzeit vernichtet worden waren.

Berichten nach sind bei dem erfolglosen Angriff - das durchsuchte Haus war bis auf zwei Wachen leer - mindestens 5 Zivilisten von US-Soldaten erschossen worden.

US-Soldaten reagieren also mittlerweile offen feindselig, wenn sie bei etwas gefilmt werden, daß zu "schlechter Presse" führen könnte.




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