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"Er ist ein Stück Müll"
30.07.2003









Richtig, dieser Satz fiel im Zusammenhang mit dem Irakkrieg.

Anders als Klassiker wie "blutsaugende Bastarde", "kranke Hunde" oder "wilde Esel" stammt dieser Ausspruch allerdings nicht vom früheren irakischen Informationsminister Mohammed Saeed al-Sahaf, sie stammt von keinem Iraker.

Und auch kein anderes Regierungsmitglied eines "Schurkenstaates" hat sich zu dieser Äußerung über US-Präsident Bush hinreissen lassen, auch wenn viele möglicherweise so über ihn denken.

Der Urheber des Satzes "er ist ein Stück Müll, daß darauf wartet, abgeholt zu werden" ist kein anderer als der US-Außenminister Colin Powell und er meinte natürlich den durch die amerikanische Eroberung des Irak entmachteten ehemaligen Präsidenten Saddam Hussein.

Der Satz viel am Mittwoch bei einem Reuters-Interview.

Nicht nur das Verhalten der US-Soldaten im Irak wird also zunehmend rücksichtsloser, auch die Sprache an der Heimatfront läßt deutlich die Stimmung erkennen.

Die USA als auch Großbritannien sehen sich immer weiter steigendem Druck ausgesetzt. Es wurden keine Massenvernichtungswaffen - der Grund, oder besser Vorwand für den Krieg - gefunden, mittlerweile wird wohl auch nicht mehr wirklich gesucht, die Medien sprechen immer häufiger das Wort "Lüge" aus und die Zahl der getöteten Soldaten steigt auch unaufhaltsam.

Und auch der zeitlich so unglaublich günstig gekommene Tod der beiden Söhne Saddam Husseins hat nur für eine kurze Ablenkung der Aufmerksamkeit von diesen Themen gereicht.

Es ist also kaum verwunderlich, daß sich die Anspannung auch in solchen Äußerungen niederschlägt.




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