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Gewaltanstieg in Tschetschenien
21.07.2003









Bei einem Feuergefecht mit tschetschenischen Rebellen sind am Montag nach russischen Angaben 6 russische Soldaten getötet und 6 weitere verletzt worden, berichtete Reuters.

Der Kampf ereignete sich in der südlichen Gebirgsregion Tschetscheniens, nachdem eine russische Patrouille von Rebellen angegriffen wurde, als sie das Dorf Dyshne-Vedeno, etwa 50 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Grozny, durchquerte.

Ilya Shabalkin, Sprecher des örtlichen militärischen Hauptquartiers des russischen Armee, sagte, bei dem Kampf seien auch 6 der "Banditen" getötet worden.

Der Kampf der tschetschnenischen Rebellen, die eine Unabhängigkeit von Rußland erreichen wollten, dauert schon seit fast 10 Jahren an, seit einigen Monaten hat die Gewalt aber deutlich zugenommen.

Seit dem Frühjahr sind über 100 Menschen bei Selbstmordanschlägen getötet worden, die von der russischen Regierung den tschetschenischen Rebellen zugeschrieben werden.

Soldaten und Polizisten werden fast täglich getötet. Das russische Verteidigungsministerium sagte, daß am Wochenende bei anderen Kämpfen 2 weitere Soldaten getötet und 4 verletzt worden sind.

Die getöteten Soldaten stammten alle aus Tschetschenien. Rußland versucht, Soldaten und Polizisten aus Ortsansässigen zu rekrutieren. Kritiker sagen, daß dies geschehe, die russischen Verluste zu reduzieren und so die öffentliche Meinung zu beschwichtigen.

Human Rights Watch beschuldigte Rußland währenddessen, daß russische Soldaten ihre Menschenrechtsverletzungen von Teschetschenien auf Ingutschetien ausgedehnt haben.

Dem Bericht zufolge kommt es regelmäßig zu willkürlichen Verhaftungen, Plünderungen bei "Säuberungsaktionen", Folter und zu Angriffen auf Zivilisten.

"In Ingutschetien zeigen die russischen Streitkräfte die gleichen brutalen Verhaltensmuster, wie wir sie schon in Tschetschenien gesehen haben", sagte Elizabeth Andersen, Leiterin der HRW-Abteilung für Europa und Zentralasien.

Es wird befürchtet, daß das Verhalten der russischen Soldaten den tschetschenischen Konflikt auf Ingutschetien ausweiten könnte.




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