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Falschparken unterstützt Terroristen
17.07.2003









Am Mittwoch berichtete AP über eine Rede des Interpol-Generalsekretärs Ronald K. Noble vor dem US-House Committee on International Relations, in der er sagte, daß durch den Verkauf nachgemachter Artikel Terroristen unterstützt werden.

Er könne zwar keine genauen Zahlen vorlegen, sei aber sicher, daß ein Teil der durch den Verkauf von beispielsweise nachgemachten CDs gemachten Gewinne an Terroristen fließt.

Bei einigen "Unterstützern Al-Quaidas" seien große Mengen nachgemachter Gegenstände gefunden worden, so Noble. Dies ließe darauf schließen, daß dies in großem Umfang geschieht, um die weggefallene Finanzierung durch Staaten auszugleichen.

"Wenn man ein Al-Qaida-Mitglied damit findet ist es, als wenn man eine Kakerlake oder eine Ratte in seinem Haus findet. Es sollte ausreichen, um Aufmerksamkeit zu erregen", sagte er.

Der Vorsitzende des Komitees, Henry J. Hyde, sagte daraufhin daß dies "einen dazu bringen sollte, nochmal darüber nachzudenken, bevor man das Super- Portemonnaie oder die gefälschte CD kauft."

Nun ist es sicherlich sehr wahrscheinlich, daß auch einige Al-Qaida-Mitglieder sich durch nachgemachte Markenprodukte ihren Lebensunterhalt verdienen. Ebenso wird es andere geben, die dies mit Drogenhandel, Zigarettenschmuggel, Zeitungsverkäufen oder Taxifahren tun.

Es scheint, daß hier der Bogen zum Terrorismus geschlagen werden soll, um ein härteres Durchgreifen gegen diese Art von Urheberrechtsverletzungen vorzubereiten.

Bei einer konsequenteren Betrachtungsweise ließen sich aber auch noch in vielen anderen Bereichen Unterstützer des Terrorismus finden.

Falschparker unterstützen Terroristen zum Beispiel, weil auch für ihre Verfolgung Polizisten abgestellt werden müssen, die der Fahndung nach Terroristen eben nicht mehr zur Verfügung stehen. Ein falsch abgestelltes Fahrzeug kann also zu einem Bombenanschlag führen, das sollte man bedenken, bevor man wieder mal meint, kein Geld in die Parkuhr stecken zu müssen.

Ein anderes Beispiel sind Leute, die glauben, sie müßten sich Lebensmittel kaufen, statt ihre Rechnungen zu bezahlen. Dies endet dann häufig in einem gerichtlichen Mahnverfahren. Und das ist auch schon das Problem. Durch dieses Verhalten werden die Gerichte belastet, die hierdurch weniger Ressourcen für Verfahren gegen Terroristen haben, so daß diese möglicherweise freigesprochen werden. Auch hier sollte die Überlegung in Zukunft lauten: "Ach, eigentlich habe ich doch gestern erst gegessen."

Und selbstverständlich unterstützt auch die Nutzung von Internet-Tauschbörsen die Terroristen. Nicht nur, daß auch hier Polizisten mit Ermittlungen und Gerichte mit Verfahren von ihren wirklichen Aufgaben im Kampf gegen den Terrorismus abgehalten werden, außerdem entgehen den Besitzern der Urheberrechte auch große Einnahmen, die ja auch zu großen Steuereinnahmen für den Staat führen würden. Einnahmen, die wiederum für die Fahndung nach Terroristen verwendet werden könnten. Da sollte man auch drüber nachdenken, bevor man sich eine CD bei Kazaa holt.




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