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Nachrichten, die man nicht überall findet.




Die Wahrheit ist da draußen
21.07.2003









Nur ist sie leider schwer zu finden.

Am Montag berichtete The Australian , daß nach US-Angaben am Sonntag bei Gefechten in der Nähe des afghanischen Spin Boldak 24 Taliban-Milizen getötet worden sind.

Nachdem ein "Koalitions"-Konvoi sei angegriffen worden war, berichtete Oberstleutnant Douglas Lefforge, ein Sprecher des US-Militärs in Kabul, seien die Streitkräfte zum Angriff über gegangen und haben "ungefähr 5 Feinde" getötet.

Danach wurden von zur Unterstützung angeforderten Apache Kampfhubschraubern weitere 19 der Flüchtenden getötet.

Nach seinen Angaben gab es keine Verluste auf Seiten der "Koalition".

Bei einem anderen Zwischenfall sollen ungefähr 60 Kämpfer einen Grenzposten im südlichen Afghanistan mit schweren Maschinengewehren und Sturmgewehren angegriffen haben. Nach einem dreistündigen Kampf seien sie dann nach Pakistan geflüchtet. Auch hier wurde nach Regierungsangaben keiner der 15 afghanischen Soldaten verletzt.

Bei der pakistanischen Daily Times liest sich der Bericht über den Vorfall in Spin Boldak etwas anders.

12 amerikanische und 4 afghanische Soldaten sind bei dem Angriff durch Kämpfer der Taliban und der Hizb-e-Islami getötet worden, heißt es hier. Bei einem anderen Angriff sind in Spin Boldak weitere 4 US-Soldaten getötet worden.
Die Zeitung berichtete außerdem über weitere Vorfälle in Afghanistan.

Bei einem Bombenangriff auf einen Konvoi in der Nähe von Asad Abad wurden am Freitag 3 Soldaten verletzt, so Lefforge in Kabul.

Eine US-Basis in Spin Boldak ist außerdem am Freitag mit zwei Raketen beschossen worden, hier gab es aber, ebenso wie bei einem Raketenangriff auf eine Basis der US Special Forces in Kandahar keine Opfer.

Die extremen Unterschiede der beiden Artikel zeigen, wie stark die Berichterstattung gefärbt ist und daß die Aussage, es habe "keine eigenen Verluste" gegeben längst nicht immer der Wahrheit entsprechen muß.

Auch der Bericht der Daily Times wird kaum den Tatsachen entsprechen, er spricht ebenso nur von einem ernsthaft verwundeten Befehlshaber der Taliban.




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