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Nachrichten, die man nicht überall findet.




Maschendrahtzaun
18.07.2003









Was von Israel und englischsprachigen Medien meistens als Zaun ("fence") bezeichnet wird (auch hier, hier oder hier), sieht in Wahrheit aus, wie der Wirklichkeit gewordene feuchte Traum eines DDR-Funktionärs.

Tatsächlich besteht der "Zaun" aus Beton, ist 8 Meter hoch, mit elektronischen Sensoren ausgestattet, von einem Bereich umgeben, der nicht betreten werden darf und verfügt über eine zweispurige Straße für Patrouillen der Armee. Und dann sind da noch die Wachtürme alle 200 Meter.


Der "Zaun" bei Qalqiliya (Quelle: StopTheWall)


Nicht nur, daß dieser "Zaun" das Verhältnis Israels zu den Palästinensern mehr als nur deutlich macht, er verläuft auch nicht entlang der "grünen Linie" zwischen Israel und Palästina, sondern schließt mehrere palästinensische Städte von der Außenwelt praktisch ab, wie Karten zeigen.


Bauphase (Quelle: Desert-Voice)


Dies trennt die Gemeinden nicht nur von der Umgebung ab, sondern führt auch dazu, daß viele Familien ihr für Landwirtschaft genutztes Land nicht mehr erreichen können oder es wurde mit dem "Zaun" bebaut.


(Quelle: Gush-Shalom)

Auch die Wasserversorgung wird durch den "Zaun" beeinträchtigt, da zahlreiche Brunnen nicht mehr erreichbar sind. Bei einigen Brunnen werden die Rohrleitungen sogar direkt betroffen.

Die Weltbank meldete im Mai diesen Jahres unter Berufung auf einen Artikel der Financial Times, daß sich nach Fertigstellung des "Zauns" geschätzte 95.000 Palästinenser und Teile des besten Ackerbodens der West Bank auf der israelischen Seite des "Zauns" befinden werden.

Es ist davon auszugehen, daß die hier geschaffenen Fakten auch die Grenzen des durch den Friedensfahrplan zu schaffenden Staates Palästina definieren werden.




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