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Israel bezeichnet "Sicherheitszaun" als "notwendig"
26.07.2003









Ein hoher israelischer Beamter sprach am Samstag mit AFP als Reaktion auf eine Rede des US-Präsidenten George Bush über den israelischen "Sicheheitszaun", wollte aber namentlich nicht genannt werden.

Bush hatte den "Zaun" am Freitag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem palästinensischen Premierminister Mahmoud Abbas im Garten des Weißen Hauses in Washington als "Problem" bezeichnet.

"Ich glaube, die Mauer ist ein Problem und ich habe das mit [dem israelischen Premierminister] Ariel Sharon besprochen", hatte er gesagt. "Es ist sehr schwer, Vertrauen zwischen den Palästinensern und den Israelis zu schaffen... wenn sich eine Mauer durch die West Bank schlängelt."

Der israelische Beamte zeigte sich empört, daß Bush das Wort "Mauer" benutzt hatte.

"Es ist eine Schande, daß Präsident Bush nicht die richtige Bezeichnung ‚Sicherheitszaun' benutzt hat", sagte er.

"Israel baut keine Mauer - die Palästinenser benutzen diese Bezeichnung, um die Welt glauben zu machen, es wäre eine Art Berliner Mauer. Dieser Zaun ist eine Notwendigkeit und keine Alternative. Herr Sharon wird das Präsident Bush erklären, wenn er ihn trifft." Außerdem habe der US-Präsident in der Vergangenheit immer das "israelische Recht, sich zu verteidigen" verfochten.

Ein Treffen der beiden im Weißen Haus ist für Dienstag angesetzt.

Sollte der israelische Beamte Recht haben, wäre dies sicherlich der weltweit erste Zaun aus Beton und einer Höhe von 8 Metern.

Was Israel in Wahrheit zu dieser Reaktion gebracht haben dürfte, ist die offene Kritik der USA am Verhalten Israels, ein wie der Beamte richtig zum Ausdruck brachte, seltenes Ereignis, das umso deutlicher die Unzufriedenheit der amerikanischen Regierung mit Israel hinsichtlich der Friedenbemühungen zeigt.




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