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Wieder Schüsse bei einer Demonstration
18.06.2003









Wie Reuters berichtet ist es bei einer Demonstration in der irakischen Hauptstadt Baghdad am Mittwoch erneut zu einem Zwischenfall gekommen, bei dem Demonstranten erschossen wurden.

Die Demonstration hatte vor dem Haupttor des Präsidentenpalastes Saddam Husseins, der jetzt das Hauptquartier der US-Verwaltung ist, stattgefunden. Einem Sprecher des Militärs zufolge kam es zu dem Vorfall, als die Demonstranten Steine auf einen Konvoi von Fahrzeugen der Militärpolizei warfen. Daraufhin eröffnete ein US-Soldat das Feuer.

Ersten Angaben zufolge waren 2 Menschen verletzt worden, mittlerweile hat Oberstleutnant Richard Douglas aber bekanntgegeben, daß beide Männer tot sind.

Über 300 ehemalige irakische Soldaten hatten gegen ihre Entlassung durch die US-Verwaltung Paul Bremers protestiert. Über 400.000 Iraker sind durch die Auflösung der irakischen Armee ohne Arbeit.

Bereits Ende Mai hatten ehemalige Offiziere gedroht, sich dem Widerstand anzuschließen, falls die USA ihnen keine Lösung bieten.

Nach amerikanischer Darstellung haben die Demonstranten Fenster der Fahrzeuge eingeschlagen und sie mit Steinen beworfen. Der Hauptmann der US-Army Scott Nauman äußerte Verständnis für die Soldaten, sie hätten sich bedroht gefühlt und seiner Einschätzung nach sei es ein Fall von Selbstverteidigung gewesen. Außerdem hätten die Soldaten vorher Warnschüsse abgegeben, bevor in die Menge geschossen wurde.

Auf die Frage, ob es Schüsse von den Demonstranten gegeben habe, sagte er "Nein, nicht soweit ich weiß."








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