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Israel will BBC boykottieren
30.06.2003









Wie die israelische Zeitung Haaretz am Sonntag berichtete, hat die israelische Regierung angekündigt, den britischen Sender BBC in allen Bereichen zu boykottieren, weil dieser erneut eine Reportage ausgestrahlt hat, die weltweit zu empfangen war und über die israelischen Massenvernichtungswaffen berichtet hat.

Die Sendung wurde zum ersten Mal im März diesen Jahres ausgestrahlt und am Samstag wiederholt.

Als Reaktion hierauf hat das israelische Forum für Öffentlichkeitsarbeit, das aus Mitarbeitern des Büros des Premierministers, des Außenministeriums und des Pressebüros der Regierung besteht, beschlossen, die BBC in Zukunft zu boykottieren.

Das bedeutet, daß in Zukunft israelische Regierungsstellen BBC-Produzenten und Reportern nicht mehr unterstützen werden, daß sie ihnen keine Interviews mehr geben werden und daß es Angestellten der BBC erschwert wird, Presseausweise und Arbeitsvisa für Israel zu bekommen.

Vor der Ausstrahlung am Samstag war von israelischer Seite mit dem Argument einseitiger Berichterstattung angesichts der Bedrohungen, denen sich Israel gegenüber sieht, Druck auf die BBC ausgeübt worden, die Sendung abzusagen.

Die BBC-Sendung berichtete über den Atomreaktor in Dimona, das biologische Institut in Nes Tziona und stellte die Frage "welches Land im Mittleren Osten seine atomaren und biologischen Waffen bisher nicht angegeben habe."

Es wurde über den israelischen Brigadegeneral Yitzhak Yaakov berichtet, der sich seit 17 Jahren in Haft befindet weil er als erster öffentlich über das israelische Atomwaffenprogramm berichtet hatte.

Danny Seaman, Leiter des Pressebüros der israelischen Regierung, stellte den BBC-Bericht als eindeutig antiisraelische, fast schon antisemitische Propaganda dar.

Israel leugnet bis heute offiziell, daß es Atomwaffen und andere Massenvernichtungswaffen besitzt.




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