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Tot oder lebendig
29.06.2003









Der Wilde Westen liegt jetzt im Osten. Im Mittleren Osten, um genau zu sein. Der amerikanische "Verwalter" des Iraks, Paul Bremer, sagte am Sonntag, daß der frühere irakische Präsident Saddam Hussein "gefangengenommen oder getötet" werden müsse.

Wenn dies geschehen sei, würde es keinen Widerstand im Irak gegen die Besatzung mehr geben, da dieser nur von ehemaligen Mitgliedern der Baath-Partei und anderen Anhängern Husseins ausgehe, glaubt Bremer.

"Ich denke, daß es wichtig ist, daß wir ihn entweder fangen oder töten", sagte Bremer gegenüber der BBC. "Es gibt keinen Zweifel, daß es die Tatsache, daß wir bisher nichts über sein Schicksal sagen konnten, den Überbleibseln des Baath-Regimes erlaubt, auf den Basaren und in den Dörfern rumzulaufen und zu sagen, Saddam würde zurückkommen und deshalb sollte man nicht mit der Koalition zusammenarbeiten."

Im gleichen Interview hob Bremer die großen Fortschritte in der Grundversorgung der irakischen Bevölkerung hervor, die seiner Ansicht gemacht worden sind.

240 Krankenhäuser im ganzen Land und 95 Prozent der Kliniken würden bereits wieder arbeiten, so Bremer. Außerdem funktioniere die Stromversorgung in Baghdad täglich für 18 bis 20 Stunden.

Der Sprecher der Hilfsorganisation Christian Aid, Dominic Nutt, bezeichnete Bremers optimistische Sichtweise der humanitären Situation im Irak als "absoluten Blödsinn."

"Die Sicherheit verschlechtert sich von Tag zu Tag", sagte er.




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