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180 Millionen "Entschädigung" ohne Schaden
29.06.2003









Ein Amerikaner, der an der Planung für die Herstellung von Geräten zum kostenlosen Nutzen verschlüsselter Fernsehsender beteiligt war, ist laut einer AP-Meldung zur Zahlung einer "Entschädigung" von 180 Millionen US-Dollar an die Betreiber verurteilt worden.

Der 28-jährige Steven Frazier hatte sich schuldig bekannt, an einer Verschwörung teilgenommen zu haben, die die Herstellung und den Verkauf von Geräten plante, die den potentiellen Kunden die kostenlose Nutzung von kostenpflichtigen Fernsehprogrammen erlaubt hätten.

Er soll die 180 Millionen US-Dollar in monatlichen Raten von 500 US-Dollar abbezahlen, einem Betrag, der nur einen Bruchteil der rechnerischen Zinsen von 750.000 US-Dollar monatlich abdecken würde und die Abzahlungsdauer auf 30.000 Jahre bringt. Zusätzlich zu der "Entschädigung" ist er noch zu 5 Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Die beiden betroffenen Firmen, DirecTV und EchoStar, denen bisher kein Schaden entstanden war, schätzten, daß ihnen bei einer erfolgreichen Entwicklung und Verbreitung der Geräte ein Schaden von 900 Millionen US-Dollar hätte entstehen können. Aufgrund dieser Zahl war die Höhe der zu zahlenden "Entschädigung" festgelegt worden.

Angesichts der Tatsache, daß den Firmen bisher gar kein Schaden entstanden war und er die Summe sowieso nie zahlen können wird, ist es offensichtlich, daß es sich bei der "Entschädigung" um eine weitere Strafe handeln soll, die ihn sein restliches Leben für seine Tat büßen lassen soll. Der Gedanke, daß hier ein Exempel statuiert werden sollte, ist nicht von der Hand zu weisen.




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