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Britischer Geheimdienst droht mit Veröffentlichung von Beweisen
08.06.2003







Der Independent berichtete am Sonntag, daß britische Geheimdienstmitarbeiter mit der Veröffentlichung von Beweisen, die belegen, daß sie von Tony Blairs Regierung während der Vorbereitung des Irakkriegs mit einer ganzen Reihe von Forderungen konfrontiert wurden.

Die Geheimdienstbeamten sind wegen der Anschuldigungen des Vorsitzenden des britischen Unterhauses, John Reid, daß "Schurken" in den Geheimdiensten arbeiten, sehr wütend. Sie befürchten, daß man versucht, ihnen die Schuld für die fehlerhaften Geheimdienstinformationen, die als Rechtfertigung für den Krieg benutzt wurden, zu geben.

Offenbar waren Mitarbeiter der Geheimdienste angesichts der Forderungen der britischen Regierung nach Beweisen für Massenvernichtungswaffen im Irak so beunruhigt, daß sie dafür sorgten, daß die Kommunikation mit Regierungsmitgliedern intensiv dokumentiert wurde.

Angetrieben durch die Anschuldigungen Reids, daß die Geheimdienste bewußt Falschinformationen geliefert hätten, wurden jetzt Warnungen aus Geheimdienstkreisen laut, daß die in den beiden Untersuchungen auftauchenden Beweise unangenehm werden könnten.

"Es mag sehr wohl eine ‚smoking gun' hinsichtlich der Massenvernichtungswaffen geben, aber es könnte sein, daß der Beweis der Regierung nicht gefällt" sagte eine hochgestellte Quelle. "Protokollierte Einzelheiten werden sehr genau zeigen, was vorgegangen ist. Aufgrund der Häufigkeit und der teilweise ungewöhnlichen Art der Forderungen der Downing Street [britischer Regierungssitz] haben Leute sichergestellt, daß Aufzeichnungen existieren. Das beinhaltet natürlich einen gewissen Teil von Selbstschutz."

Es wird angenommen, daß die Protokolle Gespräche mit diversen hochrangigen Regierungsmitgliedern enthalten. Darüber hinaus soll es auch Aufzeichnungen geben, die unabhängig von einzelnen Geheimdienstmitarbeitern angefertigt wurden.







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