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USA werden irakische Führung bestimmen
02.06.2003







Der bisherige Plan, einer viele irakische Gruppen übergreifenden Nationalversammlung zu gestatten, die Übergangregierung des Iraks zu wählen, könnten einem hohen US-Beamten zufolge aufgegeben werden, so die BBC.

Stattdessen, so der Beamte, könnte eine Versammlung von 25 bis 30 Irakern, die vorher gemeinsam von den Amerikanern und politischen und religiösen Gruppen ausgewählt wurden, diese Aufgabe übernehmen.

Der ursprüngliche Plan sah vor, im Juli eine große Nationalversammlung mit einem großen Spektrum an Delegierten einzuberufen, die dann eine neue Regierung gewählt hätten.

Der BBC-Bericht betont zwar, daß diese Planänderung vorrangig geschehe, um Recht und Ordnung im Irak eher wieder herstellen zu können, auf der anderen Seite gewinnen die USA hierdurch einen wesentlich größeren Einfluß auf die Auswahl der abstimmenden Versammlungsmitglieder und somit letztendlich auch auf die Auswahl der Mitglieder der Übergangsregierung.

Währenddessen wachsen die Spannungen zwischen dem Iran und den USA weiter an. Der Iran wird beschuldigt, zu versuchen, Einfluß auf die politische Entwicklung des Iraks zu nehmen, um dort eine Regierungsform ähnlich des Irans zu etablieren, sprich eine streng islamisch ausgerichtete Regierung.

Aufgrund dieses Vorwurfs wird die shiitische Mehrheit im Irak von den Amerikanern mit Argwohn betrachtet, da sie davon ausgehen, daß die Shiiten ebenfalls Interesse an den dem Iran vorgeworfenen Zielen haben.

Dies führt innerhalb der Shiiten wiederum zu starkem Unmut, da sie befürchten, wiederum von jeglichem Mitspracherecht ausgeschlossen zu werden, wie dies auch schon unter Saddam Hussein der Fall war.

Bisher seien die Shiiten zwar nicht gewillt, einem iranischen Kurs zu folgen, berichtet Reuters in einer Meldung, sollten die USA allerdings den Druck auf den Iran weiter verstärken, so daß dieser sich in eine Ecke gedrängt fühlt, könnte der Iran versuchen, die irakischen Shiiten derart zu beeinflußen, daß sie den Amerikanern aktiv Widerstand leisten.

Dem Reuters-Bericht nach ist der amerikanische Vorwurf, der Iran würde Agenten in den Irak schicken, um diesen zu unterwandern, haltlos.

Ein Mitglied der Badr Brigade sagte: "Iran hat niemand aus dem Iran in den Irak geschickt. Es sind Iraker, die aus dem iran zurückkehren." Er wies damit auf ungefähr eine Million Iraker hin, die in den vorangegangenen 35 Jahren vor dem irakischen Regime in den Iran geflohen waren oder von ihm dorthin deportiert worden waren.







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