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US-Streitkräfte werden übervorsichtig
05.06.2003







Wie IslamOnline berichtet, werden die US-Soldaten im Irak angesichts der wachsenden anti-amerikanischen Stimmung der Iraker und der steigenden Zahl von Angriffen auf US-Soldaten extrem vorsichtig.

Die Zahl der Patrouillen wurde in Baghdad von 700 auf 2.000 erhöht und die Anzahl der Kontrollpunkte wurde verdoppelt, um die Sicherheit zu erhöhen. Die Iraker fühlen sich durch die massiven Kontrollen allerdings mehr und mehr belästigt, gerade auch die Durchsuchungen von irakischen Frauen führen immer wieder zu Verärgerung.

Ein Augenzeuge sagte gegenüber IslamOnline: "Die US-Soldaten zerschlugen die Fenster mehrerer Fahrzeuge nachdem sie mit den Fahrern aneinander geraten waren, als eine klare Demonstration der Anspannung und der Angst der Besatzungskräfte."

Die US-Soldaten sind jetzt genauer, vermeiden den Umgang mit der Bevölkerung und sind vorsichtiger, im Gegensatz zu ihrem Verhalten vor einigen Wochen, als sie versuchten, freundliche Beziehungen zu den Bürgern aufzubauen, berichteten Augenzeugen.

"Diese Herzlichkeit verschwand vor vier Tagen", sagte Abu Eyad. Er ist der Ansicht, daß die US-Soldaten neue Befehle erhalten haben, so vorsichtig wie möglich im Umgang mit Irakern zu sein, nachdem es zu vermehrten Anzeichen von Widerstand in Baghdad un im restlichen Land kam.

Viele geben dem Verhalten der Besatzer, wie die reihenweisen Hausdurchsuchungen und die Untätigkeit, die Ordnung im Land wiederherzustellen, die Schuld für die Angriffe.

Die Mitarbeiter des Office of the Reconstruction and Rehabilitation Assistance (ORHA) des US-Verwalters Paul Bremer erfahren das Mißtrauen am eigenen Leib. Die Angestellten werden bei jedem Betreten oder Verlassen des Gebäudes durchsucht, berichtete ein anonym bleibender Angestellter des ORHA. "Die amerikanischen Mitglieder der Verwaltung sagen uns: ihr seid unsere Freunde, aber wir haben unsere Befehle", sagte er.

Auch die Aufforderung, ihre Waffen abzugeben, stößt bei den Irakern angesichts der immer noch zahlreichen Plünderungen und Überfälle weiterhin auf Unverständnis. "In wessen Interesse ist es, wenn Besitzer von Geschäften und Firmen entwaffnet werden, zu einer Zeit, da die Diebe ihre Waffen behalten und die Menschen unter den Augen der US-Soldaten in Panik versetzen?" sagte Gamal, ein Ladenbesitzer.

"Wir haben ein Recht auf Selbstverteidigung" sagte Abed, sein Kollege. Andere sind skeptischer und glauben, daß die Anordnung dazu dienen soll, den Widerstand gegen die Besatzung zu schwächen.







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