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Angriff auf Briten vermutlich Racheakt
25.06.2003









Wie AP berichtet, handelt es sich bei den Angriffen auf britische Soldaten, bei denen nach offiziellen Angaben 6 Briten getötet und 8 weitere verletzt wurden, vermutlich um Racheakte der irakischen Anwohner und widerspricht damit in mehreren Punkten der bisherigen Darstellung der Vorfälle.

Abbas Faddhel, ein irakischer Polizist in der Stadt Al Majar Al Kabir, dem Ort des Vorfalls, sagte, die britischen Militärpolizisten seien am Dienstag von Zivilisten getötet worden, nachdem bei einer Demonstration vor dem Büro des Bürgermeisters 4 Demonstranten von den Briten erschossen worden waren.

Zwei der Briten seien daraufhin vor Ort von bewaffneten Zivilisten erschossen worden, die restlichen vier waren in ein Polizeirevier geflüchtet, wo sie bei einem zweistündigen Feuergefecht von den Anwohnern ebenfalls getötet wurden.

Zwei weitere Augenzeugen, Abu Zahraa und ein weiterer Mann, der seinen Namen nicht nennen wollte, bestätigten diese Darstellung.

Bisher wurde der Angriff auf die Militärpolizisten als ein Anschlag von Milizen, vermutlich Fedayeen, auf Militärpolizisten dargestellt, die sich in dem Polizeirevier für eine Besprechung getroffen hatten.

Im gleichen Ort ist es am Dienstag zu einem weiteren Angriff auf britische Soldaten gekommen, bei dem nach offiziellen Angaben 8 Soldaten teilweise schwer verletzt worden sind.

Eine Routinepatrouille bestehend aus zwei Truppentransportern, besetzt mit 20 Soldaten, wurde mit Panzerfäusten, schweren Maschinengewehren und leichten Waffen angegriffen.

Zu Hilfe gerufene Verstärkung - unter anderem Spähpanzer, weitere Soldaten und ein Chinook CH-47 Hubschrauber - kam ebenfalls unter Feuer.

Die Berichte über diesen zweiten Vorfall lassen viele Fragen offen. Abgesehen von einem Bericht des britischen Independent, der von 80 getöteten Irakern spricht, aber keine Quelle für diese Zahl angibt, gibt es bisher keinerlei Informationen über die Angreifer.

Auch scheint die Darstellung, daß 7 der verletzten 8 Soldaten sich in dem Hubschrauber befunden haben und nur einer der 20 in den ursprünglich angegriffenen Truppentransportern befindlichen Soldaten verletzt wurde, zumindest unwahrscheinlich, die beiden Fahrzeuge sollen aber komplett zerstört sein.

Sollten die Angriffe tatsächlich dadurch ausgelöst worden sein, daß britische Soldaten vier Demonstranten erschossen haben - unter welchen Umständen auch immer - dürfte dies das relativ gute Verhältnis der Iraker zu den Briten, das dazu geführt hatte, daß sich die Briten ohne schußsichere Westen und ohne Helme in den Städten bewegten, schwer beschädigt haben. Gleichzeitig wäre es aber auch die bisher gewalttätigste Reaktion auf einen derartigen Vorfall im Irak.




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