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Ausschreitungen im Iran
11.06.2003







Wie AFP berichtete, kam es in der Nacht zum Mittwoch zu einer Demonstration mit Ausschreitungen in Teheran. Die amerikanische Ankündigung, im Iran "verdeckte Operationen" durchzuführen und den Widerstand zu stärken liegt knapp zwei Wochen zurück.

Kurz vor Mitternacht war die Demonstration einiger hundert Studenten - die erste seit Monaten - zu einer regimekritischen Kundgebung mit mehreren tausend Teilnehmern angeschwollen.

Einige Stunden später wurde die Demonstration durch Bereitschaftspolizisten und Mitgliedern der freiwilligen Basij-Miliz beendet.

Mehrere Demonstranten wurden festgenommen und nach einem Augenzeugenbericht wurde Tränengas eingesetzt. Die Demonstranten hinterließen eingeschlagene Fensterscheiben, zerstörte Telephonzellen und ausgebrannte Motorräder.

Ali Taala, ein Leiter für Politik- und Sicherheitsangelegenheiten in Teheran, rief die Studenten dazu auf, sich die Ereignisse vom Juli 1999 nicht wiederholen zu lassen. Damals hatten sich Studenten und Polizei drei Tage lang Kämpfe geliefert.

Der iranische Führer Ayatollah Ali Khamenei appellierte an die Studenten, "die Ruhe zu bewahren" um so die "teuflische" Verschwörung der USA zu vereiteln, die die islamische Republik destabilisieren soll.

Am Sonntag hatte US-Außenminister Colin Powell die Iraner aufgerufen, Druck auf ihre politischen und geistlichen Führer auszuüben und sagte, junge Iraner würden merken, daß ihre Führer sie nicht "in die richtige Richtung einer besseren Zukunft" lenkten.

Da in diesem Fall von den USA sogar angekündigt worden ist, die Opposition im Iran stärken zu wollen um einen Umsturz in dem Land herbeizuführen und dies gängige CIA-Praxis ist, ist mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, daß die Einschätzung Khameneis den Tatsachen entspricht.







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