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Sharon gegen alle
14.06.2003









Einer Umfrage der israelischen Yediot Aharonot nach ist auch eine Mehrheit der Israelis gegen den gewalttätigen Kurs der Sharon-Regierung.

Am Donnerstag hat die israelische Armee den Befehl erhalten, Hamas "auszulöschen". Seit dem sind bei israelischen Angriffen, häufig mit von Hubschraubern aus abgeschossenen Raketen, über 20 Palästinenser, darunter auch mehrere Hamas-Mitglieder, aber auch viele Zivilisten, getötet worden.

Die Anschläge und die Drohungen und zu erwartenden Racheaktionen von Hamas gefährden den Friedensplan für die beiden Länder. Hamas soll sich zwar in Verhandlungen mit den palästinensischen Behörden über einen Waffenstillstand befinden, während dieser Verhandlungen wurde aber ein weiteres Hamas-Mitglied, Fouad al-Lidawi, durch einen israelischen Raketenangriff getötet, was die Verhandlungen erschweren dürfte.

Die israelische Tageszeitung Yediot Aharonot hat in einer am Freitag veröffentlichten Umfrage gezeigt, daß diese Vorgehensweise auch bei den Israelis abgelehnt wird. 58 Prozent der Befragten sagten, die Anschläge sollten "vorerst ausgesetzt" werden, 9 Prozent lehnten sie sogar ganz ab.

Nur 30 Prozent waren mit der derzeitigen Handlungsweise einverstanden.

Es scheint aber eher unwahrscheinlich, daß sich Sharon, dem schon die Verantwortung für die Massaker in Flüchtlingscamps 1982 in Beirut vorgeworfen wird, von diesen Zahlen beeindrucken lassen wird.

Die - für amerikanische Verhältnisse ungewöhnlich israelkritischen - Worte von US-Präsident George Bush, der sich wegen der israelischen Anschläge "besorgt" zeigte, könnten allerdings den Ausschlag gegeben haben.

AFP berichtete am Samstag, daß eine hochrangige palästinensische Quelle gegenüber AFP gesagt habe, daß Sharons Stabschef Dov Weisglass ein Angebot für einen provisorischen Waffenstillstand überbracht habe. Der Waffenstillstand soll anfangs drei Tage dauern um dann täglich verlängert zu werden, bis sich die Parteien auf einen ständigen Waffenstillstand geeinigt haben.








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