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Israel schlägt weiter zu
26.06.2003









Während die drei großen palästinensischen Widerstandsgruppen Hamas, Fatah und islamischer Jihad kurz davor stehen, einen dreimonatigen Waffenstillstand zu verkünden, hat Israel wieder zwei Fahrzeuge mit von Hubschraubern abgefeuerten Raketen angegriffen. Dabei wurden zwei Menschen getötet und 15 weitere verletzt.

Die drei Gruppen verhandeln seit mehreren Tagen über einen Waffenstillstand und es wird vermutet, daß sie sich kurz vor einer Einigung befinden.

Nach israelischen Angaben richtete sich der Anschlag gegen ein Fahrzeug, in dem Mitglieder des militärischen Teils von Hamas, der Ezzedin al-Qassam Brigade, auf dem Weg zu einem Angriff mit Qassam-Raketen auf Israel waren.

In einem der beiden getroffenen Fahrzeuge starb der 33-jährige Fahrer, Akram Abu Fahran. In dem anderen Fahrzeug starb ein 17-jähriges Mädchen, Nevine Abu Rejilah.

Seit dem Beginn der neuen Intifada im September 2000 wurden über 140 Qassam-Raketen und mehr als 1.700 Mörsergranaten auf israelisches Gebiet abgefeuert, bisher allerdings ohne Todesopfer zu fordern. Häufig erreichen die selbstgebauten Raketen ihr Ziel gar nicht.

Angesichts der laufenden Verhandlungen über einen Waffenstillstand stellt sich ein weiteres Mal die Frage, ob Israel tatsächlich an einer friedlichen Lösung des Konflikts interessiert ist.

Nicht nur, daß bei dem Anschlag wiederum Unschuldige getötet und verletzt worden sind - Ziel des Angriffs war ja nach israelischen Angaben nur ein Fahrzeug - und die rechtliche Grundlage für diese "gezielten Tötungen" kaum vorhanden ist, es dürfte auch nur eine frage der Zeit sein, bis die palästinensische Seite durch diese fortgesetzten Anschläge soweit provoziert wurde, daß sie jegliche Verhandlungen abbricht.




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