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Hunderte in Liberia getötet
28.06.2003









Allein im Hafen der Hauptstadt Liberias, Monrovia, sind nach Schätzungen von Anwohnern mindestens 500 Zivilisten bei den Kämpfen zwischen regierungstreuen Truppen und Rebellen ums Leben gekommen, berichtete der britische Guardian.

Die Soldaten der Regierung des Präsidenten Charles Taylor, einem verurteilten Kriegsverbrecher, die zu einem großen Teil aus kurzfristig von der Straße rekrutierten Männern besteht, steht der Rebellengruppe "Liberians United for Reconciliation and Democracy" (Vereinte Liberier für Aussöhnung und Demokratie) gegenüber.

Dem Bericht des Guardian-Reporters James Astill zufolge kommt es durch die Regierungssoldaten immer wieder zu großen Plünderungen.

Gegen Mittag am Freitag verkündeten die Rebellen einen einseitigen Waffenstillstand, "um eine groteske menschliche Katastrophe" zu verhindern, nach Angaben von Journalisten vor Ort haben die Kämpfe seit dem aber nicht nachgelassen.

"Es gibt schwere Kämpfe um den Hafen und Unmengen von Leuten, die in die Luft schießen und überall plündern", berichtete David Parker, Hilfskoordinator der EU, telephonisch aus der Stadt.

Nach einem Abflauen der Kämpfe am Donnerstag wurden sie nach einer Erklärung des US-Präsidenten Bush, in der er Taylor aufforderte zurückzutreten am Freitag mit unverminderter Härte fortgesetzt.

Währenddessen wird der Druck auf die USA, eine Eingreiftruppe in das Land zu entsenden um die Situation unter Kontrolle zu bringen, immer größer. Liberia, ein Staat von ehemaligen Sklaven gegründet, hatte bisher enge Beziehungen zu den USA.

Am Mittwoch drängte der britische UN-Botschafter Sir Jeremy Greenstock die USA, eine multinationale Streitkraft in Liberia anzuführen.




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