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Ali Hassan al-Majid lebt vielleicht noch
06.06.2003







(Freace & Reuters) Der von den Medien häufig "Chemie-Ali" genannte Berater und Cousin des ehemaligen irakischen Präsidenten Saddam Husseins ist nach neusten Angaben der USA vermutlich am Leben.

Ursprünglich war sich das Pentagon sicher, daß er bei Bombenangriffen auf sein Haus in Basra getötet worden war.

Am Donnerstag sagten das US Central Command und Beamte des Pentagons allerdings, daß sein Zustand nicht bekannt sei.

Der amerikanische Verteidigungsminister Donald Rumsfeld sagte, er wüßte nicht, ob al-Majid am Leben oder tot sei.

Rumsfeld sagte gegenüber Reportern: "Sie haben Ziele angegriffen, von denen sie glaubten, daß er sich dort aufhielt. Danach gab es einige Spekulationen, daß sie glaubten, er wäre getötet worden. Jetzt gibt es einige Spekulationen, daß er am Leben ist."

"Spekulationen, daß er getötet wurde" ist eine sehr freundliche Veränderung der Tatsachen. Anfang April meldeten die USA, sie hätten in den Trümmern von al-Majids Haus seine Leiche gefunden.

Das ist allerdings nicht das erste Mal, daß es bei den Erfolgsmeldungen hinsichtlich der Personen auf dem Kartenspiel der meistgesuchten Iraker zu Verwirrung innerhalb der Meldungen gekommen ist. Am 02. Mai vermeldete das U.S. Army's V Corps die Gefangennahme von Muhammad Mahdi al-Salih, dem irakische Handelsminister. Das US-Militär in Washington hatte die Festnahme al-Salihs allerdings schon am 23. April bekanntgegeben.

Bei einer genaueren Untersuchung der Trümmer konnte anscheinend die Leiche al-Majids nicht gefunden werden. Damit hat eine weitere Bombardierung eines Wohnhauses zwar zivile Opfer gefordert, das "Ziel" aber offenbar verfehlt.

Ebenfalls am Donnerstag begannen "Ausgrabungen" auf dem Gebiet im Baghdader Ortsteil Mansour, wo früher das Restaurant stand, das von den USA bombardiert worden war, weil sie Saddam Hussein dort vermuteten. Mindestens 14 Zivilisten starben hier.

Bisher sei dort keine Spur gefunden worden, die auf Saddam Hussein hindeute, sagte Lt. Gen. David McKiernan, der Kommandeur der US-Bodentruppen im Irak.







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