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Die Macht der Medien
10.06.2003







Fast seit dem ersten Tag des Irakkriegs haben die USA "sensationelle" Funde gemeldet, die die Beweise liefern sollten, daß der Irak Massenvernichtungswaffen besessen hat. Diese Meldungen wurden von den Medien dankbar aufgenommen und verbreitet.

Die Meldung, daß es sich um eine Falscheinschätzung oder eine Überbewertung handelte, war den Medien in den seltensten Fällen Sendezeit oder Papier wert und wenn doch stand der Umfang in keinem Verhältnis zu der ursprünglichen (Falsch-)Meldung.

Und es zeigt sich anscheinend, daß diese Strategie, die Bevölkerung ständig mit einseitigen Falschmeldungen zu überfluten, erfolgreich ist.

Das amerikanische Meinungsforschungsunternehmen Program on International Policy Attitudes (PIPA) hat eine Studie vorgestellt, die aussagt, daß 34 Prozent der Befragten glaubten, im Irak seien Massenvernichtungswaffen gefunden worden. Weitere 7 Prozent waren nicht sicher.

Kriegsbefürworter waren zu 52 Prozent der Ansicht, daß Massenvernichtungswaffen gefunden worden sind.

Republikaner, die sagten, sie hätten die Medien während des Krieges besonders genau verfolgt - und damit auch den Falschmeldungen stärker ausgesetzt waren - glaubten sogar zu 55 Prozent, daß die Waffen bereits gefunden wurden.

22 Prozent der Befragten glaubten sogar zu wissen, daß der Irak im Krieg chemische oder biologische Waffen eingesetzt hat. Weitere 9 Prozent waren sich in dem Punkt nicht sicher.

Es ist also offensichtlich völlig ausreichend, Gerüchte zu verbreiten, wenn die Medien gewillt sind, dies zu unterstützen - aus welchen Gründen auch immer. Zumindest zeigt dies einmal mehr, daß den Medien eine wichtige Kontrollfunktion zukommt - und daß diese in den USA nicht mehr übernommen wird.







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