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USA drohen der halben Welt mit Krieg
05.06.2003







AFP berichtet, daß der Staatssekretär des US-Außenministeriums, John Bolton, vor dem Kongreß in Washington sagte, daß die USA die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen "rückgängig" machen wollen, und hierfür alle nötigen Mittel, auch militärische, einsetzen werden.

"Unser Ziel ist es letztendlich, nicht nur die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen zu verhindern, sondern auch, diese Waffen in Schurkenstaaten und Terrororganisationen, die die Waffen schon besitzen oder kurz davor sind, zu beseitigen oder érückgängig zu machen'" sagte Bolton vor dem Komitee für Internationale Beziehungen.

Er merkte an, daß die Regierung von George W. Bush zwar friedliche und diplomatische Lösungen vorziehen würde, schloß aber keine Mittel aus, einschließlich "präventive Militärschläge, wo das nötig ist."

"Darüberhinaus dürfen die harten Konsequenzen nicht die Staaten, die nach dem Besitz dieser Waffen streben, treffen, sondern ebenso auch die Staaten, die sie liefern", fügte er hinzu.

Die Vereinigten Staaten haben mehrfach Rußland, China sowie mehrere Länder der ehemaligen Sowjetunion beschuldigt, entsprechende Technologien zu exportieren. Die Liste von Staaten, die Massenvernichtungswaffen besitzen, war schon im Jahr 2001 lang. Die meisten der dort genannten Länder werden von den USA auch als "Schurkenstaaten" bezeichnet.

Mit dieser Liste möglicher Ziele kann die US-Kriegsmaschine die nächsten Jahre oder Jahrzehnte also ausreichend beschäftigt werden, zumal die Liste im Laufe der Zeit sicherlich noch länger werden wird, gerade auch, weil Länder versuchen werden, ein Abschreckungspotential aufzubauen. Durch die Drohung, auch gegen Lieferanten von "Technologien" vorzugehen, läßt sich die Liste fast beliebig erweitern.

Auch wenn die Rede vorrangig dazu dienen mag, den Druck auf den Iran und Nordkorea weiter zu erhöhen, so gibt sie doch einen deutlichen Anhaltspunkt für die zukünftige Außenpolitik der USA. Seit Wochen schon wird der Druck auf den Iran und auf Nordkorea immer weiter verstärkt. Es scheint eher eine Frage des "wann" als des "ob" zu sein, daß diese Länder angegriffen werden, da beide Staaten kaum auf ihre Massenvernichtungswaffen verzichten werden, nicht zuletzt auch, um die Amerikaner von einem Angriff abzuschrecken.

Die USA fühlen sich allerdings durch ihre "Siege" im Irak und in Afghanistan derzeit so stark und unbesiegbar, daß diese Art der Abschreckung vermutlich nicht funktionieren wird. Auf der anderen Seite mußte gerade auch Saddam Hussein die Erfahrung machen, daß es nicht unbedingt einen Angriff der USA verhindert, wenn man sich Abrüstungsforderungen unterwirft.







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