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Von der Dämmerung in die Mitternacht in Amerika
05.06.2003







Nachfolgend die Übersetzung des Textes eines anonymen Verfassers. Der Artikel bezieht sich zwar auf Amerika, aber so weit entfernt ist Europa von der Entwicklung leider auch nicht mehr.


Viele Menschen fragen sich, was aus uns werden soll in diesem immer größer werdenden Alptraum den man bezeichnen könnte als - Dämmerung in Amerika? Wann fing es an, wie ist es passiert und vor allem - wie können wir diesen Wahnsinn aufhalten?

Wie die meisten Dinge, die die Gesellschaft stark beeinflussen, ging die Entwicklung von uns aus. Von jeder einzelnen Person, die durch eine Unzahl von Kleinigkeiten begonnen haben, ein Mosaik zu formen, das gefürchtet wurde, seit es Gesellschaften gibt.

Zuerst einmal ist es wichtig, zu erkennen, daß wir alle nicht perfekt sind: jede Person hat zu fast jedem Thema, das uns begegnet, eine Einstellung. Es stimmt, manche Leute strengen sich sehr an, ihre Meinung durchzusetzen, aber niemand bekommt deshalb einen Heiligenschein der Perfektion. Ein Teil unserer Probleme rührt von unserer sklavischen Unterwürfigkeit unter das fehlerhafte Konzept der "political correctness" her, dessen "Standard" nie erreicht werden kann, da seine Prinzipien nur auf Spaltung beruhen.

In den 80ern begann das Konzept des "Gier ist gut" mehr als eine Zeile aus einem Film zu werden. Dies hat uns als Volk definiert. Jeder der arbeitete, jeder, der bezahlte, war ein TROTTEL! Nur NEHMER waren cool - und niemand, der ein TROTTEL war konnte je von Bedeutung sein. Nur die Insider waren wichtig, nur den mit den Verbindungen, den Unverfrorenen, den Groben, nur den Männer und Frauen ohne jegliches Gewissen konnte gestattet werden, Sachen zu leiten. Wir haben das vollendet - und das ganze Gesindel hat genau das getan, was wir von ihm erwarteten. Nun hatten sie begonnen, alles zu stehlen und zu verderben, was noch da war. Wie es ihre Art ist, haben sie angefangen, Pensionskassen zu stehlen, den Rechtsweg für Angebote und Verträge zu verdrehen, und jegliches Vertrauen überall in der Geschäftswelt, hier wie auch im Ausland, zu zerstören - denn unser Motto bleibt das gleiche:

"GIER ist GUT!"

Aber jemand hat vergessen, der Öffentlichkeit mitzuteilen, daß das unsere Welt für immer verändern würde. Und so sind die TROTTEL im "Abend in Amerika" angekommen und was wir zwischen den Bordellen der Großunternehmen und den schmalen Gassen der kleinen Verbrechen sehen ist ihre "Schimmernde Stadt auf den Hügeln des Imperiums". Aber wir alle wissen, daß sie nur ein offenes Behältnis für die Unterdrückten, die Verarmten und die Vergessenen ist. Und anders als die Träumer, die hier einst lebten, können die desillusionierten Verlierer nur durch die Trümmer der einstigen Größe wandern. Vielleicht schaffen wir es noch bis zu dem Rund-um-die-Uhr-Zuhause, das wir Regierung nennen. Und dort werden wir das befestigte Lager finden, das vor Haß und Waffen starrt, vor Stacheldraht und elektronischer Überwachung - aber vor allem vor ANGST vor allem und jedem.

Wohin wir zurückkehren müssen sind die Bauchgefühle, die Wahrheit, wie sie jedes persönliche Gewissen kennt. Es ist dieser offene und verletzliche Ort, wo wir zu Kritik auffordern, wo aber auch Vorschläge und Möglichkeiten jede Bewertung ändern können. Als eine Nation haben wir diese Fähigkeit verloren, wir haben vergessen, wer wir selbst sind. Wann immer wir uns in dem vier-Uhr-Morgens fensterlosen Raum wiederfinden, egal ob er sich am oberen Ende der Leiter, die wir hochgeklettert sind, befindet oder in der dunkelsten Ecke eines Innenstadtkellers: was wir meistens finden, wenn wir unsere eigene bemitleidenswerte Nacktheit betrachten, ist nur eine leere Hülle. In dem Moment kann man sehen, daß die Person, die einst da war - innen - nicht länger vorhanden ist. Stattdessen ist nur noch diese Hülle da, die einst unsere Träume enthielt und jetzt nur noch ein verschwendetes und nutzloses Überbleibsel ist.
Wir sind nur noch Körper, ohne leitende Gedanken, ohne ein Ziel, außer den nächsten Tag zu überstehen, genau wie wir die endlose Folge all unserer vorangegangenen Tage und Nächte überstanden haben. Die Dämmerung ist verschwunden und wir nähern uns schnell der Geisterstunde.

WIR sind das Problem, dem das Land gegenübersteht, denn wir haben diesem Tumor gestattet, in uns zu wachsen - genau wie auf den Oberflächen dessen, was früher als wir bezeichnet wurde. Das ist keine Invasion von draußen, die Mitglieder der Kriminellen Clique sind unsere eigenen Schöpfungen. Sie sind unsere kollektive Gier und Neid. Ihre Macho-"Nummer-Eins"-Attitüde ist nichts anderes als unsere rachsüchtige Seite unserer frustrierten und zerstörten Träume von Reichtum und Größe.

Wenn sich jemals etwas ändern soll, dann müssen wir Wege finden, dafür einzustehen, wer wir sind. Wenn wir frei sein wollen, dann müssen wir uns den Behörden entgegenstellen und die nötigen Änderungen fordern. Wenn wir wirklich eine Untersuchung der Ereignisse wollen, die uns auf diesen unmöglichen Kriegskurs gegen die ganze Welt gebracht haben, dann müssen wir vielleicht die Notbremse bei der Regierung ziehen. Denn solange es keine Untersuchung aller Aspekte der Ereignisse an diesem Tag gibt kann es keine Vorwärtsbewegung in diesem Land geben. Wir müssen wissen, wer versagt hat und warum. Und wir müssen das jetzt tun, nicht später.

Das sind die Dinge, die in diesem bemitleidenswerten Land von Feiglingen und Opfern passieren müssen und bis das passiert können wir ebensogut gehen und für unsere Fesseln Maßnehmen lassen, denn unsere kranken Schöpfungen werden sie ganz sicher jedem einzelnen von uns anlegen, der es wagt, über die wichtigsten Dinge nachzudenken.

Diejenigen, die am Rand des Lebens stehen, seien das die finsteren Seitengassen der Verachtung oder die Sitzungssäle der Staatsgewalt, kennen die Wahrheit dessen, was passiert. Diese Leute können den Gestank der Korruption riechen, schmecken, und berühren, der jetzt die Vereinigten Staaten überflutet. Sie ist nicht nur an der Spitze, sie zieht sich durch die Ränge der Mittelschicht bis hinunter zu den Ärmsten. Wir haben die Ausschreibung geschaffen und nun haben wir den Entwurf gekauft. Also warum wundern wir uns, daß die Piraten selbst alle Regeln des Lebens ändern, nicht nur die, die sie ändern sollten? Wir schnappen nach Luft, wenn die Kapitalisten uns unsere Renten stehlen, wenn die Unternehmen Investoren betrügen, oder wenn die Regierung die Älteren abweist oder die Bildung für die ärmsten unter uns entstellt. Aber sie tun nur das, was wir wollten, das sie tun - die Regeln so zu verbiegen, daß es denjenigen hilft, auf die sich unsere Blicke wegen des Erfolges richteten. Dieser "Statuswechsel" ist ihnen offensichtlich zu Kopf gestiegen, denn jetzt ist nichts vor diesen Todesfeen der absoluten Macht sicher. Uns so haben sich alle Regeln aller Spiele geändert und uns bleibt nur, uns zu wundern, wie das alles enden wird.

In diesen letzten Minuten vor der "Mitternacht in Amerika" geht es der Bevölkerung wie so vielen eingepferchten Schafen, Rindern oder Ziegen, die in einem von uns gebauten Pferch gehalten werden. Still erwarten wir die Rückkehr des Schafhirten, des Viehzüchters oder des Bauern, um uns an den Trögen der Privilegien, die wir so sorgfältig gebaut haben, zu füttern. Wenn der Herr nicht kommt, haben wir keine Wahl. Wir können weiter auf das Versprochene warten, oder wir können aus dem Pferch ausbrechen und eine neue Übereinkunft für unsere Leben suchen. Unglücklicherweise scheint es nicht viele in der Herde zu geben, die sich für letzteres entscheiden werden.

Ein wirklich großartiger Ort, dieses "gehirnamputierte Amerika", aber wie lange kann eine derart aufs Spiel gesetzte Nation weiterexistieren?







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