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Potter-Autorin verklagt Daily News
19.06.2003









Die Autorin der Harry-Potter-Bücher hat die Tageszeitung New York Daily News auf 100 Millionen Dollar verklagt, weil diese am Dienstag einige Details aus dem neusten Band veröffentlicht hatte.

Die Zeitung hatte am Montag bei einem örtlichen Händler ein Exemplar des Romans "Harry Potter and the Order of the Phoenix" erstanden, der erst ab Samstag verkauft werden darf und daraufhin in einem Artikel einige Details und zwei einzelne Seiten aus dem Roman abgedruckt.

Der Roman wird mit höchsten Sicherheitsvorkehrungen gehandhabt um zu verhindern, daß vor dem Verkaufsstart Informationen darüber bekannt werden. Händler mußten unterschreiben, daß sie dafür Sorge tragen, daß weder Kunden noch Angestellte den Roman vor dem Verkaufsstart auspacken.

Die Erstauflage des Buches beträgt 8,5 Millionen Exemplare.

Die von Anwälten der Autorin J.K. Rowling und dem US-Verlag Scholastic eingereichte Klage behauptet, der Artikel habe Rowlings Urheberrechte verletzt und der 3 Millionen US-Dollar teuren Werbekampagne des Verlags geschadet.

Ein Sprecher der Zeitung, Ken Frydman, sagte "Wir werden uns energisch verteidigen und sind sicher, daß wir weder journalistisch noch rechtlich falsch gehandelt haben."

Allerdings hat die Zeitung schon reagiert. Der Artikel ist online nicht mehr zu finden.

Dies dürfte das erste Mal in der Geschichte sein, daß eine Klage nur aus dem Grund eingereicht wird, weil über ein neues Buch berichtet wird.

Oder vielleicht doch nur ein weiterer Fall eines sehr geschickten Marketingschachzugs. Auch die Berichte über zwei vor einigen Wochen auf einem Feld gefundene Exemplare und einen gestohlenen Lastwagen voller Potter-Bücher sind zumindest sehr werbewirksam und tragen dazu bei, das Medieninteresse weiter auf hohem Niveau zu halten.








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