www.Freace.de


Nachrichten, die man nicht überall findet.




Quecksilber im Regen
01.06.2003







Die amerikanische National Wildlife Federation berichtet von einer neuen Studie, die belegt, daß der Regen - zumindest in den USA - teilweise stark mit Quecksilber belastet ist.

Der Quecksilberanteil in Regenwasser aus 12 amerikanischen Bundesstaaten (Alabama, Florida, Georgia, Indiana, Louisiana, Maryland, Mississippi, New York, North Carolina, Pennsylvania, South Carolina und Texas) war für die Studie getestet worden. In allen Fällen überschritt der Quecksilberanteil die von der EPA (Environmental Protection Agency, US-Umweltbehörde) als "sicher" bezeichneten Werte.

Auch wenn der Bericht hierauf nicht eingeht, ist davon auszugehen, daß Wasseranalysen i anderen Bundesstaaten das gleiche Ergebnis hätten.

Die Studie belegt, daß Regenwasser längst nicht so sauber ist, wie dies gewöhnlich angenommen wird. Führt man sich die Entstehung von Regen vor Augen ist dies aber auch nicht verwunderlich.

Regentropfen kondensieren an kleinen Partikeln, die sich in der Luft befinden. Außerdem nehmen sie bei ihrem Fall weitere Partikel auf und reinigen so die Luft.

Quecksilber ist ein gefährliches Gift, das die Bildung der roten Blutkörperchen einschränkt, die Nieren schädigt und das Zentralnervensystem und das Gehirn schädigt. Insbesondere bei kleinen Kindern können schon durch geringe Mengen Schädigungen hervorgerufen werden.

Das Metall gelangt hauptsächlich durch Kohlekraftwerke und Müllverbrennungsanlagen in die Luft. Gerade durch die Entsorgung von Batterien über den Hausmüll gelangen große Teile Quecksilber in die Umwelt. Entweder über eine Verbrennungsanlage in die Luft oder über eine Deponie in das Grundwasser.

Das Quecksilber im Regen kann nicht nur durch direkte Einnahme von Regenwasser in den Körper gelangen, sondern erreicht auch über die Lebensmittelkette, insbesondere Fische, den menschlichen Körper.

Auch in der Tierwelt führt eine erhöhte Quecksilberkonzentration zu Erkrankungen, hauptsächlich zu Problemen bei der Fortpflanzung.

Eine vergleichbare Studie für den europäischen Raum scheint zwar nicht zu existieren, es ist aber davon auszugehen, daß die Problematik hier ähnlich, wenn nicht sogar größer, ist.







Zurück zur Startseite



Impressum

contact: EMail