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UN-Repräsentant der Lakota zum Irak

Brenda Norrell
http://www.unobserver.com/index.php?pagina=layout4.php&id=842&blz=1




UN-Repräsentant Tony Black Feather, Lakota, sagte, wenn die Welt die Invasion und Besetzung des Irak vestehen wolle, sollte sie einen Indianer fragen.

"Unser Territorium wurde durch die Amerikaner befreit als man Gold in den Black Hills fand" erinnerte Black Feather an den Goldrausch vor 153 Jahren.

Die gleiche US-Regierung, die in den Mittleren Osten einfällt griff auch die Souveränität und Selbstbestimmtheit der indianischen Nationen an, sagt Black Feather.

"Die Welt muß sich der Tyrannei entgegenstellen."

Irak ist das neuste Kapitel im ameriaknischen Kolonalisierungsprozeß, das von Worten wie "Demokratie" und "Menschenrechten" profitiert.

Amerikanische Interessen ziehen durch die Eroberungen ihren Nutzen aus dem Land, Ressourcen, Gold und Öl, sagte er.

Black Feather sprach am 12. April am Stronghold Table als er sich mit den Tokala, der traditionellen Kriegergemeinschaft von Crazy Horse, traf.

Tokalas verstärken und erweitern die Widerstandslager der Lakota um die Grabstätten der Ghost Dancer zu schützen, die hier um 1890 niedergemetzelt wurden.

Die Nationalparkverwaltung plant hier, auf Land der Oglala Sioux in den Badlands, die Ausgrabung von Fossilien, obwohl sie durch die Lakota gewarnt wurde, auf diesem heiligen Friedhof der Lakota zu graben.

"Dies ist unser Land! Wir können nicht verlieren!", sagte George Tall, Tokala, der Versammlung am Stronghold Table am Ort des Massakers.

"Die Geister haben uns wieder zurückgerufen" sagte Jim Toby Big Boy, als sich Lakota versammelten um die Badlands zu schützen.

Black Feather sagte, das Volk der Lakota habe die Schwere des amerikanischen Imperialismus erfahren und bete für einen wahren und heiligen Frieden, gestützt auf Recht.

"Das Volk der Lakota stellt sich zu all den Ländern der Vereinten Nationen, die ein Ende der amerikanischen Aggression fordern", sagte er.

Black Feather sagte, beim Krieg im Irak ginge es um Öl und erinnerte sich an eine Reise in den Irak in den 90ern. Zu der Zeit sagte ihm eine irakische Frau "Sie wollen unser Öl und sie werden uns töten um es zu bekommen".

"Teilen, aushungern und erobern" war die Taktik, die gegen die Indianer benutzt wurde und würde jetzt gegen den Mittleren Osten benutzt, sagte er.

"Wir sind voller Hoffnung, daß die Länder der Welt sich dem Mißhandler, dem Schulhofrüpel, dem Brecher internationaler Gesetze gemeinsam entgegenstellen werden.

Black Feather sagte, die USA und Großbritannien hätten den Krieg politisch und moralisch verloren.

"Das Recht der Selbstbestimmung gilt für alle Menschen."

Black Feather wiederholte die Worte, die er das erste Mal 1998 in Genf an die Vereinten Nationen gerichtet hatte.

"Die Bedrohung der Menschenrechte, der Selbstbestimmtheit und der Souveränität über unsere einzigartigen Kulturen kann auf keiner Ebene toleriert werden."

Black Feather ist Sprecher des Tetuwan Oyate, der Versammlung des Teton Sioux Völkervertrags bei der Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen für Ureinwohner.

Die Versammlung wurde 1894 gegründet, vier Jahre nachdem Frauen und Kinder am Wounded Knee abgeschlachtet worden waren.

Die Versammlung wurde geschaffen um die Einhaltung von Verträgen durchzusetzen, die die USA aufgehoben hatten, um die Sioux in die Knechtschaft zu zwingen, sagte er.

Die Lakota, die hier am Stronghold Table ausharren, teils ohne Essen und Trinken, sind darauf vorbereitet, ihren Glauben zu verteidigen.

Tall sagte der Versammlung am Stronghold Table, es wäre hier jetzt die Zeit für eine unabhängige Verwaltung gekommen, was die Wünsche der Lakota wiedergab. Er sagte, die Lakota seien jetzt bereit für eine echte Demokratie, wie sie auf diesem Kontinent zuerst von den Iroquios geschaffen wurde.





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