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AI: irakische Gefangene wurden gefoltert
17/05/2003







Amnesty International berichtete auf einer Pressekonferenz am Freitag, daß irakische Gefangene von amerikanischen und britischen Soldaten gefoltert worden sind.

Der AI-Sprecher Said Boumedouha sagte, man habe bisher Zeugenaussagen von 20 Irakern gesammelt, die von Folterungen während ihrer Kriegsgefangenschaft berichteten, sei aber noch dabei, Zeugenaussagen zu sammeln.

Die meisten der Fälle stammen aus der Gegend um Basra, dies mag aber auch daran liegen, daß die Untersuchungen Amnesty Internationals noch nicht abgeschlossen sind. Ungefähr die Hälfte der Zeugen wird von AI als Zivilisten angesehen.

Auf Nachfrage, ob die Bezeichnung "Folter" wirklich zutreffend sei, sagte Boumedouha: "In einem Fall reden wir davon, daß Elektroschocks gegen einen Mann benutzt wurden und in anderen wurden Leute die ganze Nacht über geschlagen und getreten und ihre Zähne gebrochen, ich denke, man nennt das Folter."

Der Mann, der sagte er wäre mit Elektroschocks gefoltert worden, war ein Saudi, der als Freiwilliger Kämpfer gegen die Invasion in den Irak gekommen war.

Die bisher gesammelten Daten seien den amerikanischen und britischen Streitkräften bisher nicht übergeben worden, da man abwarten wolle, bis die Untersuchung abgeschlossen sei, um dann ein vollständiges Dossier zu übergeben, so Boumedouha.

Boumedouha ging auch noch auf die momentane Situation im Irak ein: "Jeder fragt sich, warum sie [amerikanisch-britische Streitkräfte] nicht genug getan haben. Um präzise zu sein, sie haben gar nichts getan."

"Das Plündern in Basra beispielsweise ist immer noch unglaublich und jetzt gibt es dort auch noch andere Probleme wie Carjacking [Raub von Autos auf offener Straße] und Rachemorde an früheren Polizisten und Mitgliedern der Baath-Partei", sagte er.






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