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Nachrichten, die man nicht überall findet.




Donald Saeed al-Rumsfeld






Da viele Leute mittlerweile angesichts der aktuellen Nachrichtenlage der Meinung sind, sie könnten "gar nicht so viel essen, wie sie kotzen möchten", hier der Versuch einer kleinen satirischen Einlage als Auflockerung.



Daß US-Präsident von den Reden des irakischen Informationsministers Mohammed Saeed al-Sahaf begeistert gewesen sein soll, wissen wir.

Ursprünglich war sogar geplant, ihn nach dem Sturz des irakischen Regimes als amerikanischen Informationsminister zu beschäftigen, weshalb er auch nicht in dem Kartenspiel der irakischen "Most-Wanted" genannt wird.

Es hatte sich aber herausgestellt, daß die USA ein so großes Staatsdefizit haben, daß sie sich keinen weiteren Ministerposten leisten können, wenn sie in nächster Zeit noch ein weiteres Land angreifen wollen. Die Entscheidung fiel George Bush zwar schwer, aber er ist ja dafür bekannt, auch dann schnell eine Entscheidung zu verkünden, wenn es weh tut.

Und so konnte Sahaf keinen Ministerposten bekommen. Stattdessen mußte sich der Verteidigungsminister in Donald Saeed al-Rumsfeld umbenennen und wird in Zukunft auch den Posten des Informationsministers bekleiden. Bush meinte, al-Rumsfeld hätte schon bewiesen, daß er die erforderlichen Qualitäten für diese verantwortungsvolle Aufgabe besäße. Saeed al-Sahaf wird ihm als Berater dienen.

Hier sind nun einige Fundstücke von neueren al-Rumsfeld-Zitaten zusammengetragen, bei denen sich vermuten läßt, daß der Berater des amerikanischen Informationsministers bei ihrer Entstehung nicht ganz unbeteiligt war - obwohl es angesichts älterer Zitate mehrerer Mitglieder der Bush-Regierung sicherlich immer schwierig bleiben wird, hier klar zu differenzieren.

- Öl? Die großartigen USA sollen wegen der paar irakischen Barrel Öl dieses nichtsnutzige, nur aus Sand und Kamelhirten bestehende Land erobert haben? Unsere eigenen Ölvorräte werden bis zum Jüngsten Gericht reichen. Und danach werden mit ihnen die Höllenfeuer geheizt, auf denen diese Friedensaktivisten auf ewig schmoren werden.

- Widerstand im Irak? Was für Widerstand? Unsere von Gott gesandten Soldaten langweilen sich in diesem dreckigen Irak so sehr, daß sie schon Schießübungen in den Städten machen. Mehrere unserer glorreichen Soldaten konnten schon für außerordentliche Präzision ausgezeichnet werden.

- Was reden Sie da von zivilen Opfern? Wenn sich so eine unterentwickelte irakische Familie unter eine unserer hochpräzisen Bomben wirft um sie aufzuhalten, dann sind das doch wohl eher illegale Kämpfer gewesen.

- Hah! Sie wagen es, anzuzweifeln, daß der Irak Massenvernichtungswaffen besaß? Im Irak gibt es so viele Massenvernichtungswaffen, so viele hat Gott noch nicht gesehen! Dieser Abschaum von Saddam Hussein dachte tatsächlich, er könnte die von Gott geschützten USA damit bedrohen! Was für ein Fehler! Unsere unbesiegbaren Sodaten sind seit Wochen damit beschäftigt, diese gottlosen Waffen unschädlich zu machen.

- Saddam Hussein, der feige Hurensohn, befindet sich schon längst in unserer Gewalt. Auf Händen und Knien war er winselnd aus seinem Versteck, der dreckigen Höhle eines räudigen Wüstenfuchses hervorgekrochen und flehte unsere tapferen Soldaten um Gnade an. Er wird in Kürze in einem Prozeß verurteilt werden. Dann wird er an seinen Eingeweisen an der höchsten Eiche Washingtons aufgehängt und hunderte unserer glorreichen Weißkopfseeadler werden sein Herz fressen.


Wir werden unsere Leser natürlich auf dem Laufenden halten, wenn es neue Ansprachen von al-Rumsfeld geben sollte.






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