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BBC will Bilder getöteter Soldaten zeigen
25.05.2003







Die BBC hat angekündigt, in ihrer Sendung "Correspondent" auf BBC Two am 1. Juni Bilder zweier getöteter britischer Soldaten zu zeigen.

Die Sendung soll sich nach Angaben der BBC mit der unterschiedlichen Berichterstattung westlicher Medien im Vergleich zu dem arabischen Sender Al-Jazeera beschäftigen.

In dem Zusammenhang sollen "für einige Sekunden" Bilder zweier getöteter Soldaten, Simon Cullingworth und Luke Allsopp zu sehen sein, allerdings "ohne Nahaufnahmen" und ohne, daß die gezeigten zu erkennen seien.

In Großbritannien hat diese Ankündigung zu Aufregung geführt. Das britische Verteidigungsministerium sagte dazu, es habe "der BBC sehr klar gemacht, daß es die Ausstrahlung für nicht akzeptabel hält und die Kooperation der BBC mit Rücksicht auf die Familien gefordert." Man fuhr fort "Wir sind sehr enttäuscht von der Entscheidung der BBC, weiterzumachen und hoffen, daß sie ihre Entscheidung überdenken werden."

Die britische Zeitung The Sun, die die BBC ebenfalls drängte, die Bilder nicht auszustrahlen, zitierte die Witwe von Cullingworth mit den Worten, daß sie "sehr aufgeregt und verärgert" sei. "Kümmern sich diese Leute überhaupt um das Wohlergehen derjenigen, die geliebte Menschen verloren haben?", wurde sie weiter zitiert.

Bleibt nur - wieder einmal - die Frage offen, ob die Witwe, die Journalisten oder der Verteidigungsminister ebenso empört waren, als man zerfetzte, verbrannte und verblutete Iraker gezeigt hat.

Allein die Tatsache, daß die "Drohung", einige Sekunden Filmmaterial zu senden, die belegen, daß der Krieg eben nicht nur Iraker getötet hat, zu einem Sturm der Entrüstung führt, belegt, wie sehr die Regierungen wert darauf legen, die Informationshoheit zu behalten.






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