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Aufstand in irakischer Stadt
29.05.2003







Reuters berichtete am Donnerstag, daß es in der irakischen Stadt Hit, 150 Kilometer nordwestlich Baghdads, zu einem Aufstand der Bevölkerung gegen die US-Besatzer und die irakischen Polizisten gekommen ist.

Dem Bericht zufolge ist die Polizeistation der 155.000-Einwohnerstadt niedergebrannt und die US-Soldaten haben sich zusammen mit den Polizisten aus der Stadt zurückgezogen.

Der Aufstand soll ausgebrochen sein, als die Soldaten zusammen mit den Polizisten anfingen, alle Häuser nach Waffen zu durchsuchen. Der 24-jährige Amer Aziz sagte gegenüber Reuters: "Die irakischen Polizisten waren sehr grob zu unseren Frauen. Sie drangen mit Gewalt in unsere Häuser ein ohne anzuklopfen, manchmal während Frauen schliefen. Dies ist eine sehr konservative Stadt."

Daraufhin hätten wütende Anwohner angefangen, Polizeiautos anzustecken und die Amerikaner mit Steinen und Granaten zu bewerfen.

Am Nachmittag sei es zu einer Unterhandlung gekommen, wo den Amerikanern, für den Fall, daß sie nicht abzögen mit Selbstmordanschlägen gedroht wurde.

Ahmed al-Mashhadawi (26) sagte, während des darauf folgenden Abzugs der Amerikaner sei eine Granate auf einen US-Panzer geworfen worden, die einen Soldaten getötet und weitere verletzt habe.

Al-Jazeera berichtete, daß nahe der Stadt ein US-Hubschrauber abgeschossen worden sei, dieser Bericht lies sich aber bisher nicht bestätigen. Anwohner sagten, ein anderer Hubschrauber habe das Wrack später abgeholt.

Das US-Militär sagte, es würde die Vorgänge in der Stadt derzeit noch untersuchen, bestritt aber, einen Hubschrauber verloren zu haben und wollte keine Angaben über Verluste machen.

Ein Anwohner, Abu Qasim, sagte "Wir sind nicht Saddams Männer. Saddam ist weg, aber wir wollen, daß die Besatzung endet. Die Amerikaner sollen wissen, daß sie nie wieder in die Stadt zurückkommen können."

Die Amerikaner haben sich 8 Kilometer außerhalb Hits mit sieben Panzern und einer ganzen Reihe von Militärfahrzeugen zusammengezogen. Aus unbekannten Gründen haben die Soldaten ihre Chemiewaffenschutzanzüge angelegt.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die US-Armee weiter verhält, es scheint aber unwahrscheinlich, daß sie sich die Blöße gibt, die Stadt tatsächlich aufzugeben.







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