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Halliburton & Irak seit Nov. 2002






Monate vor Beginn des Krieges der USA gegen den Irak gab es schon Gespräche zwischen dem US-Verteidigungsministerium und Dick Cheneys ehemaliger Firma Halliburton, um die Verträge vorzubereiten, die vor Kurzem abgeschlossen worden sind und Halliburton das irakische Öl praktisch übergeben.

Das Geschäft, auf einen Gesamtumfang von 7 Milliarden US-Dollar geschätzt, wurde schon im November 2002 angebahnt, wie eine Pressemitteilung Halliburtons belegt.

Zu dem Zeitpunkt sah Halliburton sich einer Sammelklage von Asbestopfern gegenüber, die im Dezember mit einer Entschädigungssumme von knapp 3 Milliarden US-Dollar ausging. In den der Entscheidung vorangehenden Monaten gab es immer wieder Hinweise, daß Halliburton bei Verlust des Verfahrens Konkurs anmelden müßte.

Aber der Krieg und mit ihm der große Auftrag für Halliburton konnten dies abwenden.

Geheime Dokumente vom November 2002 zeigen, daß das US-Verteidigungsministerium dem Army Corps of Engineers empfahl, einen Vertrag mit Kellog, Brown & Root (einer Tochterfirma Halliburtons) abzuschließen, der KBR faktisch die komplette Kontrolle über das irakische Öl geben würde. Details zu dem Vertrag gibt es bei der New York Times, allerdings nur nach einer Registrierung.

Das Army Corps of Engineers hat die Geheimhaltung für einige Dokumente aufgehoben, ein Memo gibt es hier.

Der Vertrag wurde mit Kellog, Brown & Root geschlossen, obwohl ein Untersuchungsausschuß des Kongresses empfohlen hatte, KBR von weiteren Verträgen auszuschließen, da man ihnen betrügerisches Verhalten vorwarf. Das Verfahren war nur eingestellt worden, weil KBR die strittige Summe von 2 Millionen US-Dollar an den Staat bezahlt hatte. Zu der Zeit, als die angeschuldigten Vorgänge stattfanden, war der jetzige US-Vizepräsident Dick Cheney der Vorstandsvorsitzende von Halliburton.

Der Kongreßabgeordnete Henry Waxman wirft Halliburton vor, auch mit Ländern, die auf Präsident Bushs "Achse des Bösen" stehen, Geschäfte gemacht zu haben und immer noch zu machen. In 1995 wurde Halliburton zu einer Strafe von 3,8 Millionen US-Dollar verurteilt, weil sie trotz Verbots Güter nach Lybien exportiert hatten. 1999 eröffnete Halliburton eine Niederlassung im Iran, obwohl ein Verbot, Geschäfte mit dem Iran zu machen, bestand. Im Jahr 2001 wurde die Firma von ihren Aktionären angesichts eines Pipeline-Projektes in Burma wegen Menschenrechtsverletzungen in dem Land angegriffen. Im gleichen Jahr wurde bekannt, daß die Firma 44 Tochterunternehmen in Steueroasen unterhält.

Und doch erhält das unternehmen immer wieder Großaufträge der US-Regierung, wie auch schon in Bosnien, wo KBR für Logistik und Bauvorhaben der US-Armee zuständig war.






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