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Abu-Jamals Anwälte sprechen von "Sabotage"
25.05.2003







AP berichtete am Sonntag, daß die Anwälte des als Mörder verurteilten Mumia Abu-Jamal seinen vorhergehenden Anwalt Leonard Weinglass "zahlreicher Fälle von Sabotage" beschuldigen, unter anderem auch der Unterdrückung des Geständnisses eines anderen Mannes.

In einem Antrag, den die Anwälte am Freitag beim Supreme Court [oberstes Bundesgericht] einreichten, behaupten sie, daß Weinglass Information zurückgehalten habe, die Abu-Jamal von dem Mord an Polizeibeamten Daniel Faulkner entlastet hätten.

Weinglass habe das Geständnis eines sich selbst so bezeichnenden Killers abgelehnt, der behauptete, die Mafia hätte ihn angeheuert, um Faulkner zu töten. Die Anwälte sagen außerdem, Weinglass habe es abgelehnt, Beweise zu untersuchen, die Abu-Jamals Unschuld bewiesen und daß er den Widerruf eines Anklagezeugen unterdrückt habe.

Weinglass habe "Todesdrohungen erhalten, um ihn davon abzubringen, Beweise zu präsentieren", sagte Abu-Jamals Anwalt Eliot Lee Grossman.

Weinglass sagt, er habe den Antrag nicht gesehen und wollte keinen Kommentar abgeben. Nach seinen und denen von Daniel R. Williams, der der zweite Anwalt Abu-Jamals gewesen war, legten sie das Geständnis des Killers nicht vor Gericht vor, da sie ihm nicht glaubten.

Abu-Jamal, jetzt 49 Jahre alt, war schuldig befunden worden, Faulkner, damals 25 Jahre alt, 1981 bei einer Verkehrskontrolle ermordet zu haben.

Seine Schriften über das Justizsystem der Vereinigten Staaten haben ihn zu einem der bekanntesten Gegner der Todesstrafe gemacht.

Im Dezember 2001 wurde seine Todesstrafe aufgehoben, seine Verurteilung aber beibehalten.






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