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Israelische Siedler: "Wir werden niemals gehen!"
27.05.2003







Der Independent berichtete am Dienstag von der Weigerung israelischer Siedler, dem Friedensplan Folge zu leisten.

Anführer der 226.000 israelischen Siedler in der West Bank und im Gazastreifen gelobten am Montag, die Evakuierung ihrer Häuser zu verhindern.

Für Elyakim Haetzni, einen der ersten Siedler, ist die Abstimmung des israelischen Kabinetts am Sonntag für den friedensplan im Mittleren Osten ein Fall von "Nationalverrat".

Auf ein Umfrageergebnis hingewiesen, das besagt, daß 56 Prozent der Israelis den Plan befürworten, antwortete er, daß Juden auch freiwillig die Züge bestiegen hätten, die sie in die Gaskammern brachten.

Der Friedensplan sieht die Räumung der besetzten Gebiete und die Schaffung eines palästinensischen Staates bis zum Jahr 2005 vor. In der ersten Phase sollen die Siedlungen nicht weiter wachsen und seit 2001 gegründete Siedlungen geräumt werden.

Herr Haetzni war knapp davor, Ariel Sharon einen Verräter zu nennen, wie es schon die ersten Plakate tun. "Sharon ist der größte Aufbauer, den wir je hatten und er ist der größte Zerstörer. Momentan ist er in der zerstörerischen Phase", sagte Haetzni.

Gestern drohten die Siedler "wieder auf die Straße zu gehen", wie sie es schon getan hatten, als Yitzhak Rabin 1993 die Oslo-Verträge unterzeichnete.

"Die Entscheidung ist sogar noch schlimmer als Oslo", sagte Pinchas Wallerstein, ein früherer Vorsitzender des Siedlerrats. "Es ist das erste Mal, daß eine israelische Regierung einen anderen Staat westlich des Jordans anerkannt hat. Wir werden alles tun, um das zu ändern."

Yitzhak Rabin ist am 4. November 1995 von Yigal Amir, einem israelischen Extremisten, erschossen worden, um, nach Amirs Aussage, den Friedensprozeß zu stoppen.






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