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Kurden beginnen mit der Vertreibung von Arabern





Kurden haben in Mosul Jahre nach ihrer Vertreibung durch Saddam Hussein damit begonnen, sich zu nehmen, was sie als ihr rechtmäßiges Eigentum bezeichnen.

Mehrere, bis vor kurzem von irakischen Arabern bewohnte Häuser wurden von Kurden besetzt und die Bewohner vertrieben.

"Wir sind obdachlos" beklagt sich Sadi Qader Muhammad, dessen Familie von einer Gruppe Kurden befohlen worden war, ihr Haus zu räumen.

"Das Land gehörte uns" sagt Khader Rashid Rahim, ein Händler, der mit seiner Frau und seinen sieben Kindern in dem Haus wohnen will. "Vor Jahren hat Saddams Regierung drei meiner Brüder umgebracht. Sie nahmen uns unseren ganzen Besitz und vertrieben uns". Beweise für seine Ansprüche kann er nicht vorlegen. "Sie haben alle unsere Dokumente zerstört. Es ist einfach unser Land."

Ältere Anwohner des Ortsteils Qadasia sagen, früher war es eine landwirtschaftliche Gegend, die kurdischen Gutsherren gehörte. Arabische Anwohner, viele von ihnen wurden durch finanzielle Anreize der Regierung zum Umzug hierher bewegt, haben die Gegend anders in Erinnerung. "Man hat keine Kurden von hier vertrieben. Das war ein Niemandsland." sagt Seyed Aqel Musawi, ein lokaler Anführer.

In einer Versammlung beschwerten sich arabische Anwohner darüber, daß Kurden ihre Häuser geplündert und beschossen hätten. Am schlimmsten fanden sie aber, daß die Kurden auf besetzte Häuser das Wort "girow", kurdisch für "genommen" sprühten.

"Wenn diese Erniedrigungen gegen uns weitergehen, werden wir uns und unseren Besitz selbst verteidigen", so Musawi.


Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen, so birgt sie nicht nur die Gefahr eines Bürgerkriegs. Auch die Türkei hat von Anfang an deutlich gemacht, daß sie die Vertreibung von Arabern nicht hinnehmen würde.







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