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Ungewohnte Rolle für Bush
26.11.2003









Der US-Präsident George W. Bush hatte am Mittwoch eine - zumindest für ihn - ungewohnte Rolle: er mußte, aufgrund einer Tradition, eine Begnadigung aussprechen.

Während seiner Amtszeit als Gouverneur im US-Bundesstaat Texas wurden 152 Todesurteile vollstreckt. Zwar kann der Gouverneur in Texas weder einen Gefangenen direkt begnadigen noch die Todesstrafe abschaffen, andererseits war das für Begnadigungen zuständige Komitee ausschließlich mit von Bush berufenen Mitgliedern besetzt und er hat sich häufig öffentlich für die Todesstrafe ausgesprochen.

Von seinem Recht, einen einmaligen Aufschub der Hinrichtung anzuordnen, hat er nur ein einziges Mal Gebrauch gemacht, selbst in rechtlich fragwürdigen Fällen wie der Hinrichtung eines mexikanischen Staatsbürgers hat er hierauf verzichtet.

Glücklicherweise für Bush brauchte er seine Überzeugung am Mittwoch bei der Begnadigung vermutlich nicht allzu sehr verleugnen, da es sich bei dem Todeskandidaten nur um einen Truthahn handelte.

Traditionsgemäß wurde ein Truthahn durch den US-Präsidenten von seinem Schicksal, als Erntedankbraten zu enden, begnadigt.




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