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Eurostat-Betrug "sehr beunruhigend"
04.11.2003









Wie der britische Guardian am Dienstag berichtete, wurden die Bemühungen der Europäischen Kommission, den Betrugsfall innerhalb der Statistikbehörde Eurostat herunterzuspielen, durch die Aussage eines ihrer Beamten zunichte gemacht.

Während ein geheimer Bericht nach Darstellung der Kommission viele positive Neuigkeiten enthält, sagte Jules Muis, Leiter der internen Buchprüfung und verantwortlich für den Bericht, vor dem Europäischen Parlament, daß die Situation in Eurostat "sehr beunruhigend" war und es vermutlich noch weitere Unregelmäßigkeiten gab, die erst nach und nach ans Licht kommen werden.

"Das Bild, das sich abzeichnet... zeigt klar, daß wir ein ziemlich großes Problem in Eurostat haben", sagte er.

"Was sehr bedenklich war, war der Mangel an Transparenz und der Mangel an Kommunikation und die Tatsache, daß nicht alle Informationen den betreffenden Stellen in der Kommission mitgeteilt wurden", so Muis. Außerdem beschwerte er sich darüber, daß seine Untersuchungen mehrfach behindert worden waren und daß er zu "extrem unkonventionellen Methoden" greifen mußte, um an einige der Informationen zu gelangen.

Nach Aussage von Jens-Peter Bonde, einem dänischen Europaabgeordneten, zeigt der Bericht, daß fast ein Drittel der insgesamt 400 Verträge von Eurostat, die von Muis untersucht worden sind, zumindest verdächtig sind.

Diese in der Zeit zwischen 1999 und 2002 geschlossenen Verträge haben einen Gesamtumfang von 450 Millionen Euro. 53 Prozent der Verträge wurden mit den gleichen drei Unternehmen geschlossen.




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