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Foltern für die Freiheit
19.11.2003









Am Sonntag veröffentlichte die New York Times einen Kommentar des Autors Max Boot, in dem er sich für eine neue Strategie des US-Militärs im Umgang mit dem irakischen Widerstand aussprach.

In dem Artikel kritisiert Boot den Strategiewechsel der letzten Tage und Wochen, der dazu geführt hat, daß nun wieder schwere Waffen im Irak zum Einsatz kommen, da er der Ansicht ist, daß diese Strategie schon in Vietnam versagt hat.

Gleichzeitig spricht er sich aber für die Anwendung einer anderen, aus Vietnam bekannten Strategie aus, dem großflächigen Einsatz von Killerkommandos, die Iraker, von denen vermutet wird, daß sie für den Widerstand arbeiten oder anderweitig gegen die Besatzer tätig sind, töten sollen.

Im Vietnamkrieg wurden im Rahmen des "Phoenix Program" fast 30.000 Vietnamesen, viele von ihnen aufgrund der Tatsache, daß sie leitende Funktionen in der kommunistischen Partei innehatten, getötet.

Außerdem befürwortet Boot in dem Artikel die Anwendung von Folter, auch wenn dies nie explizit ausgedrückt wird. Er fordert die Anwerbung von Irakern, insbesondere solchen, deren Angehörige durch das Regime Saddam Husseins ermordet worden sind, da diese "begierig auf Blutrache" wären und "bereit wären, die harten Vorgehensweisen zu versuchen, vor denen unsere eigenen aufs Genaueste legalistischen Streitkräfte zurückschrecken."

Zusammengefaßt fordert Boot also die Aufstellung von Killerkommandos und die Anwendung von Folter, um den Irak endgültig "befreien" zu können.

Nun könnte man dies als die Meinung eines einzelnen Journalisten abtun, allein schon die Tatsache, daß der Artikel in der NY Times erschienen ist, verleiht ihm allerdings schon mehr Gewicht.

Wesentlich ausschlaggebender ist allerdings Boots persönlicher Hintergrund. Boot ist hochrangiges Mitglied (Adobe Acrobat-Datei) des "Council on Foreign Relations" (CFR), einer extrem einflußreichen Organisation, der eine Beteiligung an den Plänen der "Neuen Weltordnung" nachgesagt wird.

Dieser Hintergrund die daraus entstandenen engen Beziehungen zur Politik geben seinen Worten wesentlich mehr Gewicht und lassen vermuten, daß sie von den entsprechenden Stellen dementsprechend ernst genommen werden.




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