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15 tote GIs sind eine Tragödie
02.11.2003









Der US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat den Abschuß eines amerikanischen Chinook-Transporthubschraubers, bei dem mindestens 15 US-Soldaten getötet und 20 weitere verletzt worden sind, einem AP-Bericht zufolge als eine "Tragödie" bezeichnet.

In der Fernsehsendung "Fox News Sunday" sagte Rumsfeld: "Es ist offensichtlich ein tragischer Tag für Amerika und für diese jungen Männer und Frauen. Ich muß sagen, unsere Gebete müssen bei ihnen und ihren Familien und von ihnen geliebten Menschen sein."

Eine derartige Anteilnahme hat Rumsfeld hinsichtlich der fast 10.000 getöteten irakischen Zivilisten bisher leider vermissen lassen.

Weiter sagte er: "In einem langen, harten Krieg werden wir tragische Tage haben. Aber sie sind notwendig. Sie sind Teil eines Krieges, der schwierig und kompliziert ist."

Hierbei ist zumindest bemerkenswert, daß Rumsfeld zugibt, daß sich die US-Soldaten weiterhin im Krieg befinden. US-Präsident George W. Bush hatte den Krieg am 1. Mai faktisch für beendet erklärt.

Mit mindestens 16 getöteten US-Soldaten - ein weiterer Soldat wurde durch eine Bombe in Baghdad getötet und Augenzeugenberichten zufolge sollen bei Kämpfen in Abu Ghurayb mehrere Soldaten getötet worden sein - ist der Sonntag nach dem 23. März der bisher verlustreichste Tag für die USA im Irak.

Der erfolgreiche Abschuß des Hubschraubers mit einer mobilen Boden-Luft-Rakete, vermutlich vom Typ "Strela", mit einer großen Anzahl getöteter Soldaten dürfte die Kriegsbefürworter in der amerikanischen Öffentlichkeit weiter verringern.

Ebenfalls am Sonntag berichtete AP, daß einer neuen Umfrage zufolge erstmals mit 51 Prozent eine Mehrheit der Amerikaner die Irakpolitik von US-Präsident Bush ablehnt und 62 Prozent halten die Anzahl der amerikanischen Todesopfer für nicht akzeptabel. Die Umfrage wurde zwischen dem 26. und dem 29. Oktober durchgeführt, so daß eine aktuelle Umfrage eine noch weitergehende Ablehnung zeigen dürfte.




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