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Die Panik wächst
19.11.2003









Seit Wochen, wenn nicht seit Monaten, existieren Berichte, daß angegriffene US-Patrouillen oder -Konvois im Irak sich "verteidigen", in dem sie ungezielt in alle Richtungen feuern.

Seit mehreren Tagen ist nun im Irak die amerikanische "Operation Eisenhammer" im Gange. Dabei werden Ziele, von denen das US-Militär glaubt, daß sie von irakischen Widerstandskämpfern genutzt werden, mit schweren Waffen, unter anderem sogar satelliten-gesteuerten Bomben, angegriffen.

Wie AP berichtete, wurden am Dienstag erneut mehrere 500 Pfund-Bomben auf angenommene Stellungen des Widerstands abgeworfen. Die Angriffe konzentrierten sich hier vorrangig auf die Gegend um die Stadt Baqubah. Hier wurden Gebäude, Bäume und andere mögliche Deckungen durch die amerikanischen Angriffe zerstört.

Im Zentralirak wurden 14 Positionen, die nach US-Angaben dem Abfeuern von Mörsern durch den irakischen Widerstand dienten, sowie 12 Häuser zerstört, sagte Oberstleutnant William MacDonald, ein Sprecher des US-Militärs.

Nicht nur, daß nun also daß ziellose Umsichschießen auf einer höheren Ebene mit Panzern und Bomben fortgesetzt wird - es dürfte mehr als schwierig sein, einen der nach US-Schätzungen 5.000 irakischen Widerstandskämpfer in einer Bevölkerung von 25 Millionen mit einer Bombe zu treffen - anscheinend ist das US-Militär auch der Ansicht, daß dringend Erfolgsmeldungen benötigt werden.

Die Aussage, daß Positionen zerstört wurden, von denen Mörser abgefeuert wurden, ist ein klares Anzeichen hierfür. Mörser werden gerade wegen ihrer Beweglichkeit eingesetzt. Wurden nun also 14 Positionen "zerstört", so heißt das nur, daß der Mörser beim nächsten Angriff einige Meter entfernt aufgestellt werden muß.

Auch die Zerstörung von Häusern von denen das US-Militär sowieso nur angenommen hat, daß sie von Widerstandskämpfern genutzt wurden, dürfte kaum geeignet sein, den irakischen Widerstand zu schwächen, ganz abgesehen davon, daß es sich um eine nach internationalem Recht illegale Kollektivstrafe handelt und vermutlich eher weitere Iraker dazu bringen wird, sich an Angriffen auf US-Soldaten zu beteiligen.




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